Greg Moore schießt den EHC zum Sieg
Wolfsburg So kann es weitergehen: Der EHC holte gegen Iserlohn den vierten Sieg aus den vergangenen fünf Spielen.
Am Ende war es ein Zittersieg, aber ein hochverdienter. Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg bezwang am Freitag vor knapp 1800 Zuschauern in der Eis-Arena die Iserlohn Roosters mit 1:0 (0:0, 1:0, 0:0). Das Tor des Tages schoss Greg Moore in der 35. Minute.
Der Aufwärtstrend der Grizzlys hält somit an. Aus den vergangenen fünf Spielen holte die Mannschaft von Trainer Pavel Gross vier Siege und hat die Play-off-Plätze noch nicht aus den Augen verloren. Sie bleibt aber vorerst auf dem vorletzten Platz.
Die Wolfsburger bestimmten gegen Iserlohn von Beginn an das Spiel. Einziger Kritikpunkt war die mangelnde Chancenverwertung. Tyler Haskins (3.) vergab die erste Möglichkeit. Kurz darauf scheiterte Sebastian Furchner an Roosters-Torwart Sébastien Caron (4.). Anschließend konnten sich die Wolfsburger bei ihrem Goalie Daniar Dshunussow bedanken. Er rettete glänzend gegen Derek Peltier, der direkt von der Strafbank an den Puck gekommen und alleine auf ihn zugelaufen war (4.). Danach war es ein Spiel auf ein Tor. Doch Furchner (7., 14.), Kai Hospelt (8.) und Adrian Grygiel (14.) brachten die Scheibe nicht im Gästetor unter.
In den zweiten Durchgang starteten die Wolfsburger in Unterzahl, weil Dshunussow Ende des ersten Drittels noch eine Strafe kassiert hatte. Doch der EHC-Torwart bügelte seinen Fehler gleich wieder aus und hielt hervorragend die beiden Schüsse von Derek Peltier (21.). Den Unmut der EHC-Fans zogen sich anschließend die Schiedsrichter zu, die innerhalb kurzer Zeit Grygiel, Benedikt Kohl und Martin Walter auf die Strafbank schickten.
Doch selbst in Unterzahl waren die Wolfsburger die bessere Mannschaft. Robbie Bina, Matt Dzieduszycki (beide 27.), Moore (28.), Patrick Pohl sowie erneut Dzieduszycki und Moore (alle 29.) vergaben bei Kontern die Chance zur Führung. Für die Erlösung sorgte schließlich Moore, der nach Vorarbeit von Dzieduszycki aus kurzer Distanz das 1:0 erzielte (35.).
Im Schlussabschnitt drängten die Hausherren auf die Entscheidung, scheiterten aber stets am bärenstarken Caron. 67 Sekunden vor dem Ende nahmen die Gäste ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und kurz darauf eine Auszeit. Doch das Unterzahl-Spiel des EHC funktionierte gestern hervorragend. Der zweite Sieg gegen Iserlohn innerhalb von zwei Wochen war perfekt.



