Furchner feiert Comeback in der Nationalmannschaft
Wolfsburg Große Ehre: EHC-Profi Sebastian Furchner erhielt eine Nationalteam-Nominierung und spielt wieder für Deutschland.
Eigentlich hatte Sebastian Furchner nie wieder fürs Nationalteam spielen wollen. Nun holt Eishockey-Bundestrainer Jakob Kölliker den Stürmer des EHC Wolfsburg zurück.
Furchner ist für den Belarus-Cup in Weißrussland nominiert. Der findet am 11./12. Februar in Minsk statt. Am Start sind neben Deutschland die Schweiz, Slowakei und das Team der Gastgeber. Auch Furchners EHC-Kollege Christopher Fischer ist eingeladen. Benedikt Schopper und Benedikt Kohl stehen auf Abruf bereit. Verletzen sich bis dahin noch nominierte Verteidiger, rückt das Duo in den Kader nach.
Nicht dabei ist Nationalteam-Stammspieler Kai Hospelt. Der Star-Stürmer der Grizzlys erhält eine Pause. „Es ist wichtig, dass der Bundestrainer ihm eine Verschnaufpause gönnt. Kai hat in den vergangenen zwei Jahren in der Liga und in der Nationalmannschaft viel gespielt“, begründet EHC-Sportdirektor Charly Fliegauf den Verzicht.
Furchner hingegen startet sein Länderspiel-Comeback. Als Köllikers Anruf kam, stutzte er erst einmal. „Ich kannte die Nummer nicht. Ich habe erst einmal genau zugehört, ob mich einer veräppeln will“, erzählt „Furchi“. Dreieinhalb Jahre liegt sein vorerst letztes Länderspiel zurück. Warum er seinen Rückzug erklärt hatte, darauf wollte er aktuell nicht eingehen. Es heißt, Furchner habe nicht das beste Verhältnis zu Köllikers Vorgänger Uwe Krupp gehabt. Furchner schaut lieber voraus: „Als ich gemerkt habe, dass ich mich über den Anruf freue, war klar, dass ich es mache.“
39 Länderspiele (8 Tore, 7 Assists) stehen auf Furchners Konto. 2005 war er bei der WM, 2006 bei Olympia in Turin. Sein erstes Länderspiel machte er einst beim Deutschland-Cup gegen die Schweiz. Nach einer persönlich schwächeren Saison 2010/2011 spielt der gebürtige Kaufbeurer in dieser stark (39 Spiele, 10 Tore, 15 Assists).
Deshalb empfahl ihn Fliegauf auch dem Bundestrainer. „Er war Kölliker aufgefallen. Ich habe ihm gesagt, dass Sebastian ein Spieler für die Nationalmannschaft ist und habe ihm die Handy-Nummer gegeben.“ Prompt kam der Anruf.
