Fliegauf fordert: Keine Panik, nicht verzweifeln
Wolfsburg Die Verletztenmisere bei Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg hört einfach nicht auf.
„Es ist schon beängstigend, was in diesem Jahr alles passiert ist“, sagt EHC-Sportdirektor Charly Fliegauf.
Mit Matt Dzieduszycki (Gehirnerschütterung) und Adrian Grygiel (Muskelfaserriss) kamen am Wochenende die aktuellen Ausfälle 6 und 7 hinzu. „Das Schlimme ist, wir können nicht großartig reagieren“, betont Fliegauf. Zum Einen haben die Grizzlys finanziell nur noch einen geringen Spielraum für weitere Verpflichtungen. Zum Anderen ist ein passender Spieler nicht leicht zu finden. „Die Marktsituation ist derzeit sehr schwierig. Es läuft kein Spieler rum, der für uns sofort eine Hilfe wäre“, erläutert Fliegauf.
Dennoch ist der Manager auf der Suche nach potenziellen Verstärkungen. Denn auch die Rückkehr von Simon Danner, Tyler Haskins (beide Gehirnerschütterung) und Christopher Fischer (Knie-OP) steht in den Sternen. „Ich glaube nicht, dass von unseren vier verletzten Stürmern einer vor der Deutschland-Cup-Pause zurückkommt“, meint Fliegauf. Bei Dzieduszycki gab er aber leichte Entwarnung: „Die Gehirnerschütterung ist nicht so schlimm, wie die im Februar erlittene.“
Immerhin: Bei Martin Walter (Fingerbruch) und Armin Wurm (Trainingsrückstand) scheint sich ein Comeback anzubahnen. „Walter ist eventuell am Wochenende dabei“, hofft Fliegauf. „Auch Wurm wird in dieser Woche im Training voll belastet.“ Für Wurm, der wegen Verletzung acht Monate kein Spiel mehr bestritten hat, beantragte Fliegauf eine Förderlizenz, um bei Oberligist Füssen Praxis sammeln zu können. „Vielleicht lassen wir das aber doch sein“, sagt Fliegauf. „Wenn Walter und Wurm wieder spielen könnten, hätten wir ein paar Alternativen mehr.“
Trotz des letzten Tabellenplatzes und der angespannten Personallage versprüht Fliegauf Optimismus vor dem Spiel am Freitag in Düsseldorf: „Wir dürfen jetzt nicht verzweifeln und Panik bekommen.“



