Fischer: Konzentration auf die WM, aber dann wird verhandelt
Wolfsburg Christopher Fischer ist jung, dynamisch und derzeit mit dem Eishockey-Nationalteam bei der WM. Von dort schickt der EHC-Profi einen Interview-Gruß.
Im dritten Anlauf schaffte Christopher Fischer den Sprung in den endgültigen WM-Kader der Eishockey-Nationalmannschaft. Der Verteidiger des EHC Wolfsburg trifft am Dienstag (20.15 Uhr, live auf Sport 1) mit der DEB-Auswahl auf Russland. Vorher gab er aber noch ein Interview.
Christopher Fischer über …
… seinen geglückten WM-Einstand mit Tor beim 3:0 über Italien: „Das war cool, hat mich gefreut. Auch wenn es nicht mein bestes Spiel war. Gegen Lettland habe ich trotz der Niederlage besser gespielt.“
… die Bilanz von nur drei Punkten nach den Spielen gegen Italien (3:0) und Lettland (2:3), zwei Mitkonkurrenten um die Viertelfinal-Teilnahme: „Das ist ärgerlich. Wenn man unsere Gruppe sieht, hätten wir Lettland schlagen müssen. Nun müssen wir nach vorne schauen und hoffen, dass sich die Letten auch einen Ausrutscher leisten wie wir.“
… das Duell mit Rekordweltmeister Russland: „Von der Mannschaft, die wir in der Vorbereitung schlagen konnten, ist kaum ein Spieler übriggeblieben. Die Russen haben eine hochkarätige Truppe. Aber eine Siegchance haben wir in jedem Spiel. Wir dürfen uns nicht so viele Scheibenverluste erlauben wie zuletzt, müssen hart und konzentriert spielen und geduldig auf ihre Fehler warten. Sie werden auch welche machen.“
… die körperliche Belastung nach 77 Spielen, die er in dieser Saison insgesamt bereits für den EHC und das Nationalteam absolviert hat: „Eine WM ist Motivation genug. Vieles passiert im Kopf. Wenn man Lust hat zu spielen, fühlt man sich auch gut. Das geht schon.“
… den Tagesablauf bei der Nationalmannschaft: „Der ist ähnlich wie bei Auswärtsspielen mit dem EHC. Aufstehen, frühstücken und vormittags meist Training. Nach dem Mittag haben wir am Nachmittag manchmal Meetings, meistens aber frei. Unser Hotel liegt mitten in der Stockholmer City, dann gehen wir mal Bummeln oder ins Café. In den vergangenen Tagen hat mich meine Freundin hier besucht.“
… seinen Zimmer- und EHC-Kollegen Kai Hospelt: „Für den Kai ist ein Traum in Erfüllung gegangen, mit mir auf einem Zimmer zu sein. (Im Hintergrund ertönt Hospelts Stimme: „Wenn ich nicht auf ,Fischi’ aufpassen würde, würde er noch mehr abheben.“)
… die WM als Spieler- und Transferbörse und seine sportliche Zukunft, die vertraglich derzeit nur noch bis 2013 beim EHC liegt: „Es sind sicher ein paar Manager und Spielerberater auf der Tribüne. Aber auch EHC-Sportdirektor Charly Fliegauf. Der wird schon dafür sorgen, dass sich keiner Notizen über mich macht. Nein, im Ernst: Ich habe noch ein Jahr Vertrag in Wolfsburg. Und mit Charly ist besprochen, dass wir uns nach der WM zusammensetzen. Bislang ist der EHC der einzige Verein, mit dem ich in Kontakt bin. Im Moment konzentriere ich mich nur auf die WM.“
