Endlich! EHC beendet Pleitenserie gegen Berlin
Nach zuvor elf Niederlagen in Folge gelingt Wolfsburgs Grizzlys in der Deutschen Eishockey-Liga ein erlösender 5:2-Heimsieg über die Eisbären.
Der Eisbären-Fluch ist beendet! Nach elf Niederlagen in Folge gelang dem EHC Wolfsburg am Freitagabend endlich wieder ein Sieg über Angstgegner Berlin. 5:2 (2:0, 2:1, 1:1) siegten die Grizzlys vor 2629Zuschauern.
Tyler Haskins, Sebastian Furchner, Christopher Fischer, Norm Milley und Kai Hospelt erzielten die EHC-Treffer. Julian Talbot und Barry Tallackson trafen für Berlin. EHC-Trainer Pavel Gross hatte Ersatztorwart Lukas Lang aus disziplinarischen Gründen auf die Tribüne verbannt.
Exakt 2:23befanden sich die Grizzlys zu Beginn unter Dauerdruck. Bis zur Strafe für Berlins André Rankel. Von da an Wolfsburg stärker: Haskins (3.Minute) und Furchner (5.) scheiterten an Torwart Rob Zepp. Kurioses 1:0: Haskins Pass fälschte Tallackson versehentlich ins eigene Tor ab (8.).
Colin Beardsmore (18.) vergab eine Riesenchance. Vor dem leeren Tor brach sein Schläger beim Schuss – daneben. Noch in der gleichen Minute kam der EHC aber in Überzahl. Es dauerte nur 18Sekunden, bis doch noch das 2:0 vor der ersten Pause fiel. Furchner zog mit der Scheibe vors Tor. Darin Olver ging mit dem Stock dazwischen, sodass der Puck aufs Tor kam. Zepp fing ihn, ließ ihn aber ins Tor fallen.
Im Mitteldrittel gewann das Match weiter an Klasse. Beide Teams spielten mit offenem Visier. 19Sekunden 5:3-Überzahl nutzte Fischer zu seinem zweiten Saisontor und dem 3:0 (29.). Die kurz aufkeimende EHC-Euphorie bestraften die Gäste mit dem Anschlusstor durch Talbot (32.) im Powerplay. Der Vizemeister gab nur 106Sekunden später die Antwort: 4:1 durch Milley, der nach Haskins starker Einzelleistung im Nachschuss traf.
Die Partie war längst nicht entschieden. Im letzten Drittel warfen die Berliner alles nach vorn, der EHC stand sehr tief. Nur gut, dass Daniar Dshunussow im Grizzly-Tor einen guten Tag hatte. Beim 2:4-Anschlusstreffer durch Tallackson (46.) war er aber wie schon beim ersten Gegentor machtlos. In der Schlussphase stand Dshunussow im Mittelpunkt des Geschehens. Die Berliner brachten statt des Torwarts einen sechsten Feldspieler. Powerplay vor dem EHC-Tor! Doch dann kam Hospelt an die Scheibe und schoss sie über die Bande zum 5:2-Endstand (60.) ins leere Eisbären Tor.

