EHC Wolfsburg verpasst Überraschung in Mannheim
Wolfsburg Der EHC Wolfsburg bleibt das Schlusslicht in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Die Grizzlys unterlagen mit 2:4 (1:2, 1:0, 0:2) in Mannheim.
Dabei wäre bei den Adlern durchaus der dritte Auswärtssieg in dieser Saison drin gewesen. Für Mannheim trafen Marcel Goc (2.), Douglas Janik (16.), Michael Glumac (59.) und Marcus Kink (60.). Die EHC-Stürmer Niko Dimitrakos (5.) und Vincenz Mayer (13.) hatten vor 8770 Zuschauern zweimal ausgeglichen.
„Wir hatten uns mehr vorgenommen, wollten endlich mal zweimal in Folge gewinnen“, sagte EHC-Trainer Pavel Gross und fügte hinzu: „Da wir das nicht schaffen, stehen wir da, wo wir momentan stehen.“ Unzufrieden mit der Leistung seiner aufgrund von Verletzungen stark dezimierten Mannschaft war Gross nicht: „So lange ein 2:2 in Mannheim zu halten, ist gar nicht so schlecht. Es waren Kleinigkeiten, die das Spiel zugunsten der Adler entschieden haben.“
Wie schon am Freitag beim 4:3-Heimsieg nach Verlängerung gegen München kassierten die Wolfsburger auch in Mannheim ein frühes Gegentor. NHL-Star Marcel Goc erzielte bereits nach 81 Sekunden das 1:0. EHC-Torwart Sebastian Vogl, der erneut den Vorzug gegenüber Daniar Dshunussow erhalten hatte, machte bei Goc’ Bauerntrick keine gute Figur.
Dimitrakos schaffte mit der Rückhand den verdienten Ausgleich, ehe Janik die Hausherren mit einem Schlagschuss von der blauen Linie erneut in Führung brachte. Auch dieser Treffer schien nicht unhaltbar. Mayer, der erst gegen Ende des ersten Drittels nach der Verletzung von Adrian Grygiel (siehe Extra-Bericht unten) Eiszeit bekam, markierte im zweiten Durchgang das 2:2. Bei einem Pass zerbrach Adler-Torwart Dennis Endras die Kelle, Kai Hospelt reagierte blitzschnell, passte auf Mayer, der den Puck unter die Latte schoss. Pech für den EHC: Aleksander Polaczek scheiterte frei vor dem Tor an Endras (26.).
Im Schlussabschnitt hätte Hospelt die Grizzlys in Führung bringen können, traf aber nur den Pfosten (45.). 73 Sekunden vor dem Ende erzielte Glumac das 3:2. Gross nahm kurz vor Schluss Vogl zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Kink schoss ins leere Tor – die Entscheidung.
