EHC-Trainer Gross lässt Torwartfrage weiter offen
Wolfsburg Der EHC Wolfsburg scheint gerüstet für die am Freitag mit einem Auswärtsspiel in Hamburg beginnende Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL).
Acht von neun Vorbereitungs-Partien gewannen die Grizzlys. Doch EHC-Trainer Pavel Gross warnt vor zu viel Euphorie.
„Dafür können wir uns nichts kaufen. Die Siege können auch gefährlich sein. Man wird nachlässig und bequem. Und die Gegner sind doppelt vorsichtig, weil sie wissen, dass wir fast alles gewonnen haben“, sagt Gross.
Auch mit der Generalprobe am Sonntag in der heimischen Eis-Arena war Gross nur bedingt zufrieden. Zwar gewann sein Team mit 5:4 nach Verlängerung gegen Ligakonkurrent Iserlohn. Aber: „Wir haben uns schwer getan. Das war nicht unsere beste Leistung. Wir müssen am Freitag in Hamburg einiges besser machen. Das wissen die Jungs auch“, betont Gross.
Er fordert im ersten Punktspiel mehr Konzentration, Zielstrebigkeit und vor allem Disziplin. Insbesondere die vielen Stockstrafen gefielen Gross und Manager Charly Fliegauf überhaupt nicht. Diese waren bereits am Freitag beim 5:1-Sieg in Hannover häufig geahndet worden. „Das geht so nicht. Die Spieler müssen weniger mit dem Stock arbeiten“, meint Fliegauf.
Insgesamt zeigt sich Gross mit der sechswöchigen Vorbereitung zufrieden. „Die Jungs haben gut gearbeitet und sind dafür auch belohnt worden. Die Neuzugänge passen gut rein. Der wahre Charakter einer Mannschaft zeigt sich aber immer erst in den Krisen“, sagt Gross.
Ob neben den langzeitverletzten Christopher Fischer und Armin Wurm weitere Spieler für den Saisonstart ausfallen, ist noch offen. Mit den Stürmern Greg Moore und Niko Dimitrakos sowie Verteidiger Rainer Köttstorfer, der sich am Sonntag eine Unterkörperverletzung zugezogen hat, sind drei Akteure angeschlagen. „Ich kann erst am Donnerstag sagen, ob sie dabei sind“, erklärt Gross.
Erst dann wird der EHC-Coach auch seinen Torhütern mitteilen, wer gegen Hamburg zwischen den Pfosten steht. Daniar Dshunussow und Neuzugang Sebastian Vogl (Landshut) lieferten sich in der Vorbereitung ein Kopf-an-Kopf-Rennen. „Ich sehe beide auf einem sehr guten Niveau und vertraue ihnen. Sie haben solide bis gut gespielt und großen Anteil daran, dass wir acht von neun Spielen gewonnen haben“, sagt Gross. Vom Konkurrenzkampf profitiere das ganze Team. „Wenn wir zwei starke Torhüter haben, ist das umso besser für die Mannschaft“, meint Gross.
•Hamburg – EHC, Freitag, 19.30 Uhr; EHC – Krefeld, Sonntag, 16.30 Uhr, Eis-Arena.



