EHC-Trainer Gross: Keine Luxus-Position
Das Wochenende der Extreme liegt vor dem EHC Wolfsburg mit den Spielen gegen Schlusslicht Nürnberg und Tabellenführer Mannheim.
Das auswärts noch punktlose Schlusslicht Nürnberg gastiert am Freitag (19.30Uhr, Eis-Arena) beim EHC. Drei Zähler sind Pflicht für Wolfsburgs Eishockey-Erstligist. Weniger Druck haben die Grizzlys indes am Sonntag (18.30Uhr) bei Spitzenreiter Mannheim.
So einfach macht sich Trainer Pavel Gross die Wochenend-Aufgaben nicht. Vor dem Duell mit den Nürnbergern warnt er. "Am vergangenen Wochenende haben sie erstmals seit langem wieder gewonnen. Und zuvor hatten sie viele Spiele nur knapp verloren", sagt er. Sieben Spiele lang war die Niederlagen-Serie der Ice-Tigers gewesen, ehe sie mit 3:2 gegen Straubing gewannen. Einen ihrer erst sieben Punkte holten sie außerdem beim engen 2:3n.P. daheim gegen den EHC.
Seine Spieler weist Gross auf die Tabellensituation hin. Mit 17Zählern rangiert der EHC auf Platz9. "Es liegen nicht viele Punkte zwischen uns und dem Vorletzten." Das ist Straubing (12). "Wir befinden uns nicht in der Luxus-Position wie die Mannheimer, die von ganz oben auf die anderen herunterschauen. Und die Nürnberger sind besser, als es ihr Tabellenplatz aussagt."
Nur gut, dass das EHC-Team komplett ist. Seit Samstag befindet sich auch Stürmer Patrick Davis (Knie-OP) wieder im Training. Auch gestern registrierte Gross wieder einen Aufwärtstrend beim US-Boy und will ihn einsetzen, wenn die Entwicklung bis morgen anhält. Möglich, dass dann Youngster Vincenz Mayer seinen Platz im 21er-Kader räumen muss. Davis könnte 1:1 Mayers Position neben Center Kai Hospelt und Norm Milley übernehmen. "Das ist eine Option", antwortet Gross auf die entsprechende Nachfrage. Bei den Nürnbergern laboriert indes Ex-Grizzly Paul Traynor an einem Infekt. Der Verteidiger tritt aber am Donnerstag die Reise nach Wolfsburg voraussichtlich an.
Im Sonntag-Spiel in Mannheim ist der EHC von der Papierform her klarer Außenseiter. Aber auch hier hat Gross eine andere Meinung. "Das ist auch nur eine Mannschaft. Es hat sich schon gezeigt, dass sie schlagbar ist", sagt er. Zu Hause haben die Adler aber alle sieben Spiele nach 60Minuten gewonnen. Gross: "Jede Serie reißt irgendwann. Wir haben Respekt, aber keine Angst."
