EHC-Trainer Gross hat keine Angst vor NHL-Stars
Wolfsburg Prominente Gegner haben die EHC-Profis am Sonntag im Heimspiel gegen die Eisbären Berlin. Der Meister hat zwei NHL-Stars verpflichtet.
Zwei Tage länger als die Konkurrenz hat Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg in dieser Woche Zeit, um sich auf das nächste Spiel vorzubereiten. Die können die Grizzlys auch gut gebrauchen, denn am Sonntag bekommen sie es mit zwei Stars aus der NHL zu tun. Die Eisbären Berlin haben den Lockout in Nordamerika für sich genutzt und mit Daniel Briere und Claude Giroux zwei Topstürmer von den Philadelphia Flyers verpflichtet. Die beiden Kanadier werden wahrscheinlich am Freitag gegen die Kölner Haie das erste Mal in der Deutschen Eishockey-Liga auflaufen. Zwei Tage später erwarten die Grizzlys die Berliner mit ihren beiden prominenten Neuzugängen von 14.30 Uhr an in der Wolfsburger Eis-Arena. Die Herausforderung gegen den amtierenden Meister wird für die Mannschaft von Trainer Pavel Gross also noch ein bisschen größer.
Doch der Coach hat keine Angst vor den NHL-Stars. „Das sind natürlich zwei herausragende Spieler. Briere hat mit seinen 34 Jahren eine unglaubliche Erfahrung und Giroux hat in der vergangenen Saison in der NHL 110 Punkte erzielt“, zeigt er zwar Respekt vor den beiden Stürmern. Trotzdem will er mit seinem Team den kleinen Aufwärtstrend der vergangenen Spiele fortsetzen. „Dass wir es mit zwei solchen Top-Leuten zu tun haben, müssen wir als positiven Anreiz sehen. Wir dürfen die beiden auf dem Eis aber nicht bewundern“, sagt Gross. Er will mit seiner Mannschaft den Fehler vermeiden, sich zu sehr auf die NHL-Stars zu konzentrieren. „Wir haben ganz andere Probleme und müssen uns darauf konzentrieren, unser Spiel zu spielen“, fordert der Trainer von seinen Spielern mehr Vertrauen in die eigene Stärke.
Das hätte nach dem schlechten Saisonstart zuletzt wieder besser funktioniert, auch wenn der Weg zur alten Stärke der vergangenen Saison noch weit ist. „Wir haben aus den letzten fünf Spielen acht Punkte geholt. Es gibt wieder Licht am Ende des Tunnels, auch wenn noch viele Steine auf dem Weg nach oben wegzuräumen sind“, sagt Gross.
Da kommt ihm die etwas längere Pause in dieser Woche nicht ungelegen. Die Probleme des EHC lassen sich so noch besser aufarbeiten. Die gibt es vor allem im mentalen Bereich. Gegen Nürnberg kassierten die Grizzlys nach einer 3:0-Führung noch den Ausgleich. Einer selbstbewussten Mannschaft wäre das wahrscheinlich nicht passiert.
