EHC-Trainer Gross gespannt auf die Superstars
Wolfsburg Bühne frei für Claude Giroux und Daniel Brière:
Wenn die beiden NHL-Superstars am heutigen Freitag (19.30 Uhr) ihr Debüt in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) geben, sitzt auch Pavel Gross auf der Tribüne in der Arena am Ostbahnhof.
Der Trainer des EHC Wolfsburg wird ganz aufmerksam das Topspiel zwischen den Berliner Eisbären und Tabellenführer Kölner Haie verfolgen. Denn am Sonntag (14.30 Uhr) sind die Berliner zu Gast in der Eis-Arena. „Ich hoffe, dass wir Giroux und Brière nicht zu lange bewundern“, sagte Gross und fügte hinzu: „Das sind Topleute. Der Reiz muss es sein, gut gegen sie zu spielen und sie zu checken.“
Das franko-kanadische Stürmerduo aus Philadelphia versucht, nach nur drei Tagen Training die Erwartungen zu dämpfen. „Keiner kann erwarten, dass ich gleich Tore schieße. Dafür ist die Art zu spielen hier eine ganze andere als in der NHL“, sagte der 24-jährige Giroux, der in der vergangenen Saison drittbester Scorer in der besten Eishockey-Liga der Welt war. In Nordamerika wird derzeit wegen des Tarifstreits zwischen Spielergewerkschaft und Klubbesitzern nicht gespielt.
Giroux und Brière werden mit Eisbären-Kapitän André Rankel eine Reihe bilden. Verzichten muss Don Jackson weiterhin auf Darin Olver, Sven Felski, Dominik Bielke und Constantin Braun. Dafür kehrt der zuletzt mit Rückenproblemen pausierende Julian Talbot zurück.
Doch Gross will sich gar nicht so viel mit dem Gegner beschäftigen. Er erwartet, dass seine Mannschaft gegen den amtierenden Meister in eigener Halle mutig auftritt. „Wir haben Berlin in der vergangenen Saison zweimal geschlagen. Warum sollten wir uns verstecken?“, meint Gross.
Beim gestrigen Vormittagstraining standen Gross nur 16 Spieler zur Verfügung. „Da kann man nicht viel trainieren.“ Er hofft, dass sich die personelle Lage bis Sonntag etwas entspannt. Stürmer Christoph Höhenleitner konnte nach seiner im Iserlohn-Spiel erlittenen Augenverletzung allerdings auch am Donnerstag noch nicht wieder aufs Eis. „Christoph hat schon ein bisschen mehr auf dem Fahrrad-Ergometer gemacht. Ich hoffe, dass es von Tag zu Tag besser wird“, sagte Gross. Das gilt auch für Rainer Köttstorfer. Der Verteidiger fehlte wie schon am Mittwoch auch am Donnerstag wegen einer Erkrankung im Training.
