EHC-Profis im Stress: 5 Spiele in 10 Tagen
Wolfsburg Auf Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg wartet bis zum Jahresende ein Mammutprogramm.
„Die fünf Spiele könnten richtungsweisend sein, ob wir den Anschluss noch einmal herstellen können“, sagt EHC-Manager Charly Fliegauf.
Mit 29 Punkten nach 28 Spielen liegen die Wolfsburger auf dem vorletzten Rang. Der Abstand zum ersten Pre-Play-off-Platz beträgt neun Zähler. Kein Wunder, dass Fliegauf sagt: „Für uns haben die Play-offs schon begonnen.“
Das erste von noch 24 Endspielen bis zum Ende der Hauptrunde bestreitet der EHC am Freitag (19.30 Uhr) in der Eis-Arena gegen Iserlohn. „Da möchte ich einen Fight sehen“, hatte EHC-Trainer Pavel Gross direkt nach dem jüngsten Sieg gegen Düsseldorf betont. Die Roosters liegen mit 36 Zählern einen Platz vor Wolfsburg. Die Bilanz in dieser Saison ist ausgeglichen: Auswärts verlor der EHC 1:2, zu Hause siegte er 4:1.
Bereits am Samstag reist die Mannschaft weiter nach Krefeld. Dort geht’s am Sonntag (14.30 Uhr) gegen die Pinguine, gegen die der EHC noch keinen Punkt holen konnte. „Krefeld hat neun Siege hintereinander geholt. Das wird schwierig“, meint Fliegauf.
Heiligabend haben die EHC-Profis frei, das nächste Training ist erst wieder am Abend des 25. Dezember. Am zweiten Weihnachtsfeiertag folgt die Reise in die Bundeshauptstadt. „Berlin ist traditionell ein schwieriges Spiel für uns“, betont Fliegauf. Deutlich mit 2:6 und 3:8 verloren die Wolfsburger in dieser Saison.
Wesentlich mehr rechnet sich Fliegauf in Nürnberg (11. Platz) und gegen München (10.) aus. „Das sind Teams aus unserem Dunstkreis.“
Gegen Nürnberg holte der EHC fünf Punkte aus zwei Spielen. Die Ice Tigers haben mit Bengt-Ake Gustafsson aber seit kurzem einen neuen Trainer. Das setzt oft auch neue Kräfte frei. Gegen München reichte es für den EHC auch nur zu einem 4:3-Sieg nach Verlängerung. Die Partie in München ging glatt mit 0:3 verloren.
Mit den gesperrten Aaron Brocklehurst (noch zwei Spiele), Aleksander Polaczek (4) und Justin Mercier (3) muss Gross drei Akteure ersetzen. Außerdem fehlen weiterhin die verletzten Christopher Fischer, Simon Danner und Rainer Köttstorfer. Dass dem EHC beim Weihnachts-Marathon die Luft ausgehen könnte, befürchtet Fliegauf aber nicht: „Die Jungs spielen lieber, anstatt zu trainieren.“



