EHC-Profi Fischer trifft beim 3:0 über Italien
Wolfsburg Deutschland startet mit einem wichtigen Sieg über den Außenseiter in die Eishockey-Weltmeisterschaft, Wolfsburgs Nationalspieler-Trio ist mittendrin.
Start nach Maß für die Eishockey-Nationalmannschaft: 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) besiegte sie in ihrem WM-Auftaktmatch die Auswahl Italiens. Christopher Fischer vom EHC Wolfsburg steuerte einen Treffer zum Erfolg bei. Die weiteren erzielten der Hamburger Christoph Schubert und der künftige Nürnberger Patrick Reimer.
Vor nur 1033 Fans in der 13 850 Zuschauer fassenden Stockholmer Arena erarbeitete sich das Team von Bundestrainer Jakob Kölliker am Freitagmittag die ersten drei Punkte gegen den Außenseiter und Abstiegskandidaten. Im ersten Drittel ließen die Deutschen viele Überzahlsituationen ungenutzt. Die erste Chance des Spiels besaß der Wolfsburger Kai Hospelt (3. Minute) mit einem Schuss im Powerplay – gehalten.
Der dritte EHC-Nationalspieler glänzte vor allem in Unterzahl. Sebastian Furchner bekam in diesem Special Team viel Eiszeit und half mit, den Shut-out (Spiel ohne Gegentor) für den starken Torwart Dennis Endras (zuletzt Helsinki) zu sichern. Der in Mannheim als Neuzugang gehandelte Schlussmann sagte hinterher: „Jetzt habe ich riesigen Hunger.“ Grund dafür war die ungewöhnliche Anfangszeit von 12.15 Uhr. „16, 17 Uhr wäre besser und einfacher für den ganzen Organismus gewesen. Es ist schwierig, sich morgens um 9 Uhr richtig Pasta reinzupfeifen“, übte Kölliker Kritik an der Startzeit. Die folgenden sechs Gruppenspiele beginnen später, entweder um 16.15 oder 20.15 Uhr.
Schubert (17.) brachte sein Team in Führung. Reimer erhöhte zu Beginn des Mitteldrittels auf 2:0 (23.). In seinem ersten Spiel bei einem großen Nationen-Turnier gelang Fischer im Powerplay mit dem 3:0 (46.) gleich ein Tor. Er hatte erfolgreich von der blauen Linie abgezogen – für die Rolle ist er im Kader.
„Es war klar, dass es kein Zauberspiel gegen Italien wird. Aber das ist egal. Der Start war auch deswegen so wichtig, damit das Umfeld ruhig bleibt. Wenn man gegen Italien nicht gut aussieht, dann kommt schnell Kritik auf“, sagte Hospelt. Sein EHC-Kollege Furchner erklärte: „Wir haben gut gestanden, vorne haben wir uns viele Chancen erarbeitet. Dennis Endras hat die Tür zugemacht und kaum etwas anbrennen lassen. Der Sieg war wichtig, aber jetzt geht es auch schon weiter gegen Lettland.“
Das zweite Gruppenspiel findet am Sonntag (Beginn 20.15 Uhr) statt. Sport 1 überträgt die Partie live. Kölliker hat Respekt vor dem Gegner: „Lettland ist eine Mannschaft mit russischer Schule. Wir erwarten einen sehr starken Gegner und ein technisch und läuferisch anspruchsvolles Spiel.“

