EHC liefert erneut Punkte in Berlin ab
Die Erfolgsserie des EHC in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ist gerissen.
Nach vier Siegen hintereinander kassierten die Wolfsburger am Dienstag eine 5:6 (1:2, 2:4, 2:0)-Niederlage bei Angstgegner Eisbären Berlin.
Vor 13500 Zuschauern in der O2-World trafen Barry Tallackson (5.), Vincent Schlenker (5.), Darin Olver (25., 38.), David Weiß (29.) und Laurin Braun (33.) für den amtierenden deutschen Meister. Für den Vize-Meister waren John Laliberte (16.), dreimal David Laliberté in Überzahl (24., 49., 57.) und Patrick Pohl (27.) erfolgreich. Damit warten die Wolfsburger weiter auf den zweiten DEL-Sieg in Berlin. Der bislang einzige Sieg gelang im Dezember 2004. Im 12.Gastspiel war es die 11. Niederlage.
Die ohne zehn verletzte oder gesperrte Spieler angetretenen Berliner erwischten einen perfekten Start. Nur neun Sekunden nach dem 1:0 durch Tallackson, dessen Einsatz auch noch auf der Kippe gestanden hatte, erhöhte Schlenker auf 2:0. Die Grizzlys, bei denen weiterhin die verletzten Blake Sloan, Stephen Werner und Tyler Haskins fehlten, waren vom offensiven und aggressiven Auftreten der Berliner offensichtlich überrascht und zeigten in den ersten zehn Minuten eine schwache Leistung. Pech hatte allerdings Nathan Paetsch, der nur den Pfosten traf (8.).
Erst nach Lalibertes Überzahltor kamen die Gäste besser ins Spiel. Kurz nach Beginn des zweiten Drittels gelang Laliberté der Ausgleich. Auch nach Olvers 3:2, bei dem Daniar Dshunussow nicht gut aussah, schlugen die Wolfsburger zurück. Henry Haase bugsierte den Puck ins eigene Tor. Da es beim Eishockey aber keine Eigentore gibt, wurde Patrick Pohl als Torschütze angegeben, der als letzter EHC-Spieler an der Scheibe war.
Das muntere Toreschießen ging weiter. Weiß traf zum 4:3. Die Gäste waren in der Defensive viel zu offen. In Überzahl hätte der EHC dann wieder ausgleichen können. Stattdessen ließ er sich auskontern. Braun bedankte sich mit dem 5:3 – allerdings dank der gütigen Mithilfe von Laliberte, der den Puck noch abfälschte. Olver setzte für die immer stärker werdenden Berliner mit dem 6:3 noch einen drauf.
Im Schlussdrittel wurde es noch einmal richtig spannend. Bei den Berlinern schwanden immer mehr die Kräfte. Laliberté erzielte mit seinem zweiten Treffer das 4:6. EHC-Trainer Pavel Gross nahm fünf Minuten vor dem Ende eine Auszeit und kurz darauf Torwart Dshunussow zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis – mit Erfolg. Erneut Laliberté schaffte den Anschlusstreffer. Und obwohl Dshunussow 20 Sekunden vor dem Ende noch einmal vom Eis fuhr, reichte es nicht mehr.
Bereits am Freitag geht es für den EHC weiter. Von 19.30 Uhr an sind die Krefeld Pinguine zu Gast in der Eis-Arena.
