EHC lässt Blut und Punkte beim 3:5 in Augsburg
Innerhalb von 28 Sekunden im letzten Drittel verspielte der EHCWolfsburg die Siegchance in Augsburg. Der Eishockey-Vizemeister kassierte am Sonntagabend beim Stande von 2:2 zwei ärgerliche Gegentore und verlor am Ende mit 3:5 (1:1, 1:1, 1:3).
John Laliberte (19. Minute), Norm Milley (33.) und Patrick Pohl (60.) trafen für die Grizzlys. Für die gastgebenden Panther waren vor 3360Fans Ch ristian Chartier (9., 46.), Sean O’Connor (38.), T.J. Trevelyan (45.) und Greg Moore (57.) erfolgreich. Nicht seinen besten Tag hatte der in dieser Saison ansonsten überragende EHC-Torwart Daniar Dshunussow. Die Augsburger Tore zum 1:0 und 3:2 schienen haltbar. Direkt nach dem 4:2 erhielt Milley wegen Stockschlags gegen Trevelyan eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Durch die fünfminütige Unterzahl war die Aufholjagd erschwert.
Eine Schrecksekunde hatten die Grizzlys zudem in der 39. Minute zu überstehen. Nathan Paetsch versuchte, mit einem Hechtsprung den enteilten Moore zu stoppen. Das gelang nur auf Kosten eines Fouls – Penalty. Mit dem scheiterte Moore an Dshunussow. Aber Paetsch war bei seinem Rettungsversuch mit dem Kinn auf der Schlittschuhkufe des Augsburgers gelandet und hatte sich eine ordentliche Schnittwunde zugezogen. Schnell war das Trikot mit Blut getränkt. Der Kanadier wurde in der Kabine mit sieben Stichen genäht, erhielt ein sauberes Jersey und spielte weiter.
„Es war nur ein Cut, die Kieferknochen wurden nicht getroffen“, verkündete EHC-Trainer Pavel Gross nach Spielschluss die einzige positive EHC-Nachricht des Abends. Klar, dass Gross unzufrieden mit dem Auftritt seines Teams war: „Augsburg hat einfach gespielt, wir nicht. Dafür wirst du irgendwann bestraft. Sechs Gegentore in Berlin und nun fünf in Augsburg entsprechen nicht unseren Wünschen. Darüber werden wir reden.“

