EHC ist nicht auf Augenhöhe, Köttstorfer verletzt
Wolfsburg Der EHC Wolfsburg verliert und kommt nicht vom Tabellenende weg. Stattdessen fällt mit Rainer Köttstorfer der nächste Grizzly verletzt aus.
Mit den Spitzenteams der Deutschen Eishockey-Liga kann der EHC Wolfsburg im Moment nicht mithalten. Zu Hause verloren die Grizzlys am Mittwochabend mit 3:5 (3:1, 0:2, 0:2) gegen die Ingolstadt Panther und bleiben Tabellenletzter.
Zu allem Überfluss verletzte sich Verteidiger Rainer Köttstorfer (29. Minute) schwer, kassierte in der Szene aber sogar noch eine Zwei-Minuten-Strafe. Am Schlittschuh seines Gegenspielers schnitt er sich die rechte Hand auf und blutete stark. Köttstorfer kam ins Klinikum und sollte noch in der Nacht operiert werden. Es droht der nächste längere Ausfall.
Dabei war das erste Drittel noch optimal für die Grizzlys gelaufen. Nach 0:1-Rückstand (6.) durch Ingolstadts Joe Motzko hatten sie im ersten Drittel durch Tore von Niko Dimitrakos (12.) bei 5 gegen 3, Robbie Bina (13.) und Kai Hospelt (14.) das Spiel gedreht. Der Zwischenstand zur ersten Pause täuschte aber über die wahren Verhältnisse hinweg. Die Gäste waren die bessere Mannschaft. Die Führung war schmeichelhaft für den EHC.
Im Mittelabschnitt glichen die Panther verdientermaßen aus. Und zwar binnen 54 Sekunden: Sean O’Connor (28.) und Christoph Gawlik (29.) nach einem Fehler von EHC-Torwart Daniar Dshunussow stellten die Anzeigetafel auf 3:3. 1:33 Minuten nach Beginn des dritten Drittels hatten die Ingolstädter die Partie vorentschieden. Mit einem Doppelschlag von Motzko und Björn Barta innerhalb von 16 Sekunden in der 42. Minute schnappten sie sich die drei Punkte. Dshunussow fuhr nach dem fünften Gegentreffer entnervt vom Eis. Es kam Sebastian Vogl.
Der EHC wartet zu Hause weiter auf seinen ersten Drei-Punkte-Sieg. Neuzugang Justin Mercier gab – entgegen der Ankündigung von Cheftrainer Pavel Gross – sein Debüt. Aber ein wenig auffälliges. Einen starken Auftritt hatte hingegen der Ex-Wolfsburger John Laliberte, der an drei Ingolstädter Toren beteiligt war und zum Spieler des Abends gekürt wurde.
Der EHC-Coach war bedient. „Es war das Gleiche wie gegen Hamburg. Mit fünf Gegentoren kann man kein Spiel gewinnen“, sagte Gross nach Spielende bloß.

