EHC im Mitteldrittel am Saison-Tiefpunkt
Der Heimspiel-Doppelpack des EHC Wolfsburg begann schlecht. Am Freitagabend unterlagen die Grizzlys in der Deutschen-Eishockey-Liga den Iserlohn Roosters mit 3:5 (1:1, 1:2, 1:2). Sonntag (14.30 Uhr, Eis-Arena) steigt das Derby gegen die Hannover Scorpions.
Dreimal glich der EHC durch Tore von Patrick Davis (19.Minute), John Laliberte (35.) und Kai Hospelt (42.) eine Gästeführung aus. Die Sauerländer brachten den Puck aber fünfmal im von Daniar Dshunussow gehüteten Tor unter. Jeff Cowan (16.), Michael Wolf (34.), Jeff Giuliano (38.), Derek Peltier (45.) und Michael Hackert (50.) heißen die Torschützen.
Nach zwei schlechten ersten Dritteln – mit dem Saison-Tiefpunkt im zweiten – drängte der EHC nach dem 3:3-Ausgleich auf den Sieg. Laliberte (44.) und Tyler Haskins (44.) scheiterten mit Großchancen am Torwart. Aus dem Nichts fiel das 3:4 nach einem Konter. Pech, dass Laliberte (47.) nur den Pfosten traf. Erneut nach einem Konter kassierten die Grizzlys das 3:5 – die Entscheidung. Den alles andere als stark spielenden Iserlohnern gelang die Revanche fürs 0:7 im Hinspiel.
In der Tabelle rutschten die Grizzlys vom sechsten auf den achten Tabellenplatz ab. Es war das schlechteste Saisonheimspiel der Wolfsburger. Wer gedacht hatte, das erste Drittel sei schwach, wurde im zweiten eines Besseren belehrt. Fehlpässe, kein Spielfluss, verlorene Zweikämpfe en gros – die nur 1798Fans in der Eis-Arena erlebten 40Minuten Eishockey zum Abgewöhnen.
Nach Kai Hospelts 3:3 im Schlussabschnitt waren die Anhänger aber zur Stelle, feuerten ihr Team an. Da wollten die Grizzlys, hatten aber Pech bei zwei Kontern und verloren.
Ein symbolisches Bild für den miserablen Auftritt lieferte unfreiwillig der als Top-Verteidiger verpflichtete Nathan Paetsch. Sekunden vor Ende des zweiten Drittels hatte der Kanadier freie Schussbahn auf den Kasten von Iserlohns Sébastien Caron. Doch der Torwart brauchte gar nicht einzugreifen. Paetsch schoss nicht nur übers Tor, sondern auch noch über das etwa 2,50Meter hohe Sicherheitsglas ins Fangnetz.
Vor dem zweiten Heimspiel des Wochenendes am Sonntag gegen Hannover steht der EHC unter Erfolgsdruck. Bei einer weiteren Niederlage droht er aus den Play-off-Rängen herauszufallen.
