EHC gibt Spengler-Cup-Debüt
Große Ehre für den EHC Wolfsburg: Am Dienstag feiert der deutsche Eishockey-Vizemeister Premiere beim traditionsreichsten Klub-Turnier der Welt, dem Spengler-Cup in Davos.
Mit 25Spielern sind die Grizzlys in die Schweiz gereist. Überraschend lieh der Tabellenfünfte der DEL noch den jungen Stürmer Patrick Pohl (21) von den Eisbären Berlin für den Spengler-Cup aus. Er könnte heute von 15Uhr an im Gruppenspiel gegen den Schweizer Erstligisten Kloten Flyers schon mit von der Partie sein. Pohl ist einer von vier Gastspielern bei den Wolfsburgern. Außerdem dabei: der Kanadier Mike Bishai (vereinslos), der Finne Ilkka Pikkarainen (Timrå/Schweden) und der Franzose Kevin Hecquefeuille (Genf/Schweiz).
Bereits am Montag fanden die ersten beiden Turnierspiele statt. Wolfsburgs Auftaktgegner Kloten kassierte eine desaströse 2:9-Niederlage gegen den lettischen Klub Dinamo Riga aus der russischen Top-Liga KHL. Außerdem trafen in der Parallelstaffel das zumeist aus Europa-Legionären bestehende Team Kanada und der tschechische Vertreter HC Vitkovice aufeinander (Endstand 7:1 für das Team Kanada). Dritter Klub in dieser Gruppe ist Gastgeber HCDavos.
Ohne die langzeitverletzten Blake Sloan (Wadenbeinbruch) und Stephen Werner (Patella-Luxation) flog der EHC am Sonntagnachmittag von Hannover aus nach Zürich. Von dort ging es mit dem Bus weiter nach Davos, wo die Mannschaft am Abend eintraf.
Sportdirektor Charly Fliegauf war schon vorgereist und sah bereits die letzten beiden Durchgänge des Auftaktmatches Riga gegen Kloten. "Die Klotener verloren das letzte Drittel mit 1:6, sind da richtig auseinandergefallen. Die werden richtig sauer sein, wenn es gegen uns geht", warnte Fliegauf.
EHC-Trainer Pavel Gross impfte seinen Schützlingen bereits ein, dass mit weniger als 100Prozent Einsatz nichts zu holen sein wird. "Wir spielen gegen Top-Teams aus Europa. Wir werden um einiges schneller spielen müssen als in der DEL. Das ist Eishockey auf höchstem Niveau beim Spengler-Cup", sagte Gross.
Bis zu fünf Spiele müssen die Wolfsburger bestreiten, wenn sie es bis ins Finale am Samstag (12Uhr) schaffen. Am Mittwoch (15Uhr) tragen sie ihr zweites Gruppenspiel gegen Riga aus. Die Gruppenersten sind direkt fürs Halbfinale am Freitag qualifiziert. Die Gruppenzweiten und -dritten spielen am Donnerstag über kreuz um die zwei weiteren Halbfinal-Plätze.
Wer das Halbfinale erreicht, hat eine Prämie im fünfstelligen Euro-Bereich sicher. "Bei uns fließt das Geld im Erfolgsfall in die Mannschaftskasse", kündigte Fliegauf an. Nicht nur finanziell ist das Turnier interessant. Die Partien werden live in den Teilnehmerländern gezeigt. In Deutschland überträgt Eurosport2 alle Spiele direkt.



