EHC geht am Ende gegen Berlin unter und verliert mit 3:8
Wolfsburg Der EHC Wolfsburg bleibt Tabellenletzter. Die Grizzlys verloren gestern ihr Heimspiel gegen Berlin klar und deutlich mit 3:8 (2:1, 1:4, 0:3).
Es war die höchste Niederlage in dieser Saison für den EHC. Dabei hatten die Wolfsburger vor 2612 Zuschauern in der Eis-Arena einen guten Start erwischt. Kai Hospelt (5. Minute) und Aleksander Polaczek (6.) brachten den EHC innerhalb von 34 Sekunden mit 2:0 in Führung, doch die Berliner kamen zurück. Nach dem Anschlusstreffer von Daniel Briére (9.) im ersten Drittel drehten die Eisbären die Partie in den folgenden 40 Minuten. Matthew Foy (22.), Claude Giroux (29.), André Rankel (40., 41., 55.), Jullian Talbot (40.) und Travis James Mulock (60.) sorgten für einen letztlich klaren Erfolg der Berliner in Wolfsburg. Der EHC konnte im zweiten Drittel durch Greg Moore (27.) zwar noch einmal kurzfristig in Führung gehen, musste sich anschließend den spielerisch besseren Gästen aber geschlagen geben. Positiv war, dass die Mannschaft von Trainer Pavel Gross sich gegen die Niederlage stemmte und bis zum Schluss der Partie guten Einsatz zeigte. Auch die Wolfsburger Zuschauer waren engagiert, feuerten ihre Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute lautstark an.
Dass es trotzdem für den EHC nicht zu mehr reichte, lag vor allem an kapitalen Fehlern vor dem eigenen Tor und einer überragenden Berliner Offensive um die beiden kanadischen NHL-Stars Briére und Giroux. Im ersten Drittel gelang es den Wolfsburgern noch, den eigenen Kasten mit viel Kampfgeist einigermaßen sauber zu halten. Nur einmal musste Torwart Sebastian Vogl hinter sich greifen, als die Berliner ihr zweites Überzahlspiel nutzen. Auf der anderen Seite erzielte der EHC zwei blitzsaubere Tore. Zweimal schalteten die Grizzlys schneller als ihre Gegenspieler, zweimal bekamen Hospelt und Polaczek die Scheibe perfekt serviert.
Trotz großen Drucks der Gästemannschaft retteten sich die Wolfsburger mit einem knappen Vorsprung ins zweite Drittel und gingen dort nach dem Ausgleich sogar noch einmal in Führung. Doch dann ließ der EHC in Überzahl drei hochkarätige Chancen aus. Das bestraften die cleveren Berliner eiskalt. Besonders der Doppelschlag in der 40. Spielminute brach den Grizzlys das Genick. Davon erholten sie sich nicht mehr, auch wenn die Mannschaft bis zum Schluss aufopferungsvoll kämpfte. Bereits zehn Minuten vor dem Spielende zog Trainer Gross seinen letzten Joker, nahm bei eigener Überzahl den Torwart vom Eis. Doch auch das konnte die Niederlage, die am Ende doch sehr hoch ausfiel, nicht mehr verhindern.
