EHC-Fans singen: "Oh, wie ist das schön"
Revanche geglückt: Nach zuvor zwei Niederlagen in dieser Saison gegen Düsseldorf bissen die Grizzlys zurück. Und wie!
Mit 7:1 (1:0, 4:0, 2:1) schickte Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg gestern die DEG Metro Stars auf die Heimreise.
Norm Milley (16. Minute), Christoph Höhenleitner (27.), John Laliberte (28.), Patrick Pohl (35.), Kai Hospelt (36.), David Laliberté (49.) und André Huebscher (50.) trafen für die wie entfesselt aufspielenden Hausherren. Da störte auch der Ehrentreffer des wohl zukünftigen Wolfsburgers Simon Danner (58.) nicht. Die knapp 2300Zuschauer in der Eis-Arena waren restlos begeistert. Damit gewannen die Wolfsburger drei ihrer vier Spiele in diesem Jahr. Am Sonntag (14.30 Uhr) sind sie zu Gast bei den Kölner Haien.
EHC-Trainer Pavel Gross musste erneut auf fünf Spieler verzichten. Mit dem geplanten Comeback von Matt Dzieduszycki wurde es doch nichts (siehe auch Text unten). Der Wolfsburger Spielfreude tat dies aber keinen Abbruch. Teilweise zelebrierten die Grizzlys Eishockey. Ein Tor war schöner herausgespielt als das andere. Es dauerte allerdings bis zur 16. Minute, ehe die Gastgeber in Führung gingen. Zuckerpass von Nathan Paetsch auf Milley, der zwei Verteidiger stehen ließ und eiskalt ins Tor schob.
Im zweiten Durchgang erhöhte der EHC noch einmal das Tempo. Höhenleitner brachte den Puck irgendwie an Robert Goepfert vorbei – 2:0. Nur 55 Sekunden später erhöhte Laliberte nach einer Traumkombination auf 3:0. Goepfert verließ daraufhin entnervt seinen Kasten. Dezember-Neuzugang Patrick Pohl freute sich über sein erstes Liga-Tor für den EHC. Nach einem Wechselfehler traf er per Flachschuss zum 4:0. Hospelt setzte auf das super Drittel noch einen drauf. Kurios: Nach dem 5:0 tauschten die Düsseldorfer erneut den Goalie. Aubin musste wieder auf die Bank.
Im Schlussabschnitt ließen es die Wolfsburger verständlicherweise etwas ruhiger angehen, nutzten ihre Chancen aber weiterhin eiskalt aus. Laliberté und Huebscher mit seinem ersten Saisontor erhöhten noch auf 7:0. "Oh, wie ist das schön", hallte es durch die Eis-Arena. Die Fans standen von ihren Sitzen auf. Schade war nur, dass Daniar Dshunussow seinen siebten Shutout (Spiel ohne Gegentor) verpasste.


