EHC droht frühes Saisonende
Wolfsburg Unterliegt der EHC Wolfsburg am Mittwoch im vierten Spiel zum vierten Mal den Straubing Tigers, muss er die Play-offs verlassen.
Ist es der Mut der Verzweiflung? Oder der feste Glaube an die eigene Stärke? „Wir haben nur eine fünfprozentige Chance. Aber die wollen wir nutzen“, sagt EHC-Trainer Pavel Gross.
Der Wolfsburger Eishockey-Erstligist liegt im Play-off-Viertelfinale mit 0:3 zurück. Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel können die Straubing Tigers am Mittwoch (19.30 Uhr, live bei Sky) den Einzug ins Halbfinale perfekt machen. Eigentlich spricht alles gegen die Wolfsburger, die voraussichtlich auf acht Spieler verzichten müssen.
„Natürlich herrscht bei uns keine Silvester-Stimmung“, gibt Gross zu. „Die Stimmung ist so, wie man spielt. Aber wir brauchen die Köpfe trotzdem nicht hängen zu lassen“, betont der Coach. Nach dem 1:2 und dem bitteren 0:7 habe er beim 1:3 im dritten Spiel am vergangenen Sonntag schon eine deutlich bessere Leistung seiner Mannschaft gesehen. „Alles, was passiert ist, ist Vergangenheit. Daraus müssen wir lernen. Vor dem ersten Bully am Mittwoch steht es 0:0“, so Gross weiter.
Woran es bei seiner Mannschaft momentan hapert, ist offensichtlich. Die Chancenverwertung ist derzeit mangelhaft. In den vergangenen vier Spielen gelangen den Grizzlys mickrige zwei Treffer. Dabei waren sie nach den 52 Spielen der Hauptrunde mit 174 Toren das erfolgreichste Team der Liga.
Deshalb fordert Gross: „Wir müssen da hingehen, wo es wehtut. Auch dem Torwart die Sicht nehmen.“ Außerdem würde er sich wünschen, dass sein Team gegen Straubing mal in Führung geht. Das gelang bisher immer den Tigers. „Wenn man nur Latte und Pfosten trifft, muss man noch mehr geben. Glück kann man sich auch erarbeiten. Das ist es, was wir machen müssen“, betont Gross.
Das drohende und überraschende Aus des Vize-Meisters belastet auch die Spieler. Das will Gross gar nicht verheimlichen. „Die Jungs in der Kabine sind auch nur Menschen. Die machen sich Gedanken und sind auch nicht zufrieden mit der Situation“, räumt Gross ein und fügt gleich hinzu: „Doch das können wir in Straubing ändern.“

