EHC-Coach Gross hofft auf ein neues Play-off-Monster
Wolfsburg Play-offs sind im Eishockey die Zeit der Geheimnisse. Viele Trainer und Manager werden dann einsilbig. Das ist beim EHC Wolfsburg nicht anders.
„Die Fragen nach verletzten Spielern stellen wir zurück. Da bitte ich um Verständnis. Auch in Straubing wird Zeitung gelesen“, sagt EHC-Sportdirektor Charly Fliegauf vor dem ersten Viertelfinal-Duell seiner Mannschaft am Mittwoch von 19.30 Uhr an in der Wolfsburger Eis-Arena gegen die Straubing Tigers. Dabei gibt es doch gerade beim EHC so viele Fragezeichen, die nach einer Antwort schreien. Was ist mit Matt Dzieduszycki und John Laliberte, die zuletzt verletzt waren? Werden die ebenfalls lädierten David Laliberté und Adrian Foster rechtzeitig fit? Kann der kranke Marvin Degon spielen? „Das werden wir am Mittwochabend sehen“, lautet Fliegaufs letzte Antwort zum Thema Ausfälle.
Trainer Pavel Gross ist da nicht sonderlich auskunftsfreudiger, aber immerhin verrät der EHC-Coach seinen größten Wunsch für die Play-offs: „Ich hoffe, wir bekommen ein neues Play-off-Monster, so wie Kenny in der vergangenen Saison im Viertelfinale und Halbfinale.“ Zur Erinnerung: In der vergangenen Spielzeit hatte der inzwischen nach Mannheim abgewanderte Ken Magowan in den Play-offs groß aufgedreht und den EHC mit seinen Toren ins Finale geschossen.
Wie so ein Monster entsteht, weiß Gross leider selber nicht ganz genau. „Das ist schwer zu erklären, aber ich würde mich freuen, wenn es passiert.“
Doch ein Super-Torschütze allein wird den Wolfsburgern zum Weiterkommen nicht reichen. „Wir brauchen außerdem einen guten Torwart und eine gute Defensive. Und es ist kein Geheimnis, dass Play-off-Spiele vor allem mit den Special Teams entschieden werden“, sagt der Trainer. Verständlich, dass er deshalb nicht erst seit einigen Tagen das Über- und Unterzahlspiel besonders trainieren lässt.
Vieles anders gemacht hat er mit seinem Co-Trainer Mike Pellegrims in den täglichen Übungseinheiten mit dem Team aber nicht. „Wir sollten keine Panik aufkommen lassen und keinen zu großen Druck auf die Mannschaft ausüben. Wir brauchen kein besonderes Gefühl kreieren. Die Partie am Mittwoch wird ein ganz normales Spiel, nur härter und intensiver“, sagt Gross. Zumindest das muss seinem Team am Mittwoch bewusst sein.



