EHC braucht Ersatz für Werner
Grizzly-Center erleidet schwere Knieverletzung und wird morgen operiert. Grünes Licht für eine Nachverpflichtung gibt es bereits.
Nächster personeller Rückschlag für den EHC Wolfsburg: Stephen Werners Knieverletzung vom Sonntag-Spiel gegen Krefeld stellte sich als Patellaluxation heraus. Es droht eine mehrmonatige Pause. Der Eishockey-Vizemeister sucht bereits Ersatz.
Der Mittelstürmer wird am Mittwoch im Wolfsburger Klinikum operiert. "Nach dem längerfristigen Ausfall von Verteidiger Benedikt Schopper ist diese ebenfalls lange Verletzung ein herber Schlag", sagt EHC-Sportdirektor Charly Fliegauf.
Cheftrainer Pavel Gross macht sich bereits Gedanken über potenzielle Neuzugänge. "Ein Center wäre optimal. Wir brauchen jemanden, der uns hilft. Jemanden blind zu nehmen, bringt nichts", sagt er. Bis zum Wochenende wird es wohl nichts mit einem Transfer. Gross geht jedenfalls von einer etwas längeren Sondierungsphase aus. "Mal schauen, ob uns in den nächsten sieben bis zehn Tagen ein Schnäppchen über den Weg läuft."
Fliegauf hat jedenfalls bereits grünes Licht vom "Finanzminister" für einen Transfer. "Dass wir in einer solchen Situation etwas machen, ist selbstverständlich. Es wäre fahrlässig, nicht zu handeln", erklärt Rumpel. Letztlich muss noch der Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Detlef Wittig zustimmen. Das gilt als wahrscheinlich. Zumal die bisher schwankenden Auftritte des Teams fast noch zusätzlich Anlass zu einer Nachverpflichtung geben.
Rumpel hält aber am ausgegebenen Saisonziel Platz 6 fest. "Das ist noch machbar. Es stehen die Klubs vor uns, die ich dort erwartet hatte." Die Play-off-Teilnahme (Platz1 bis 10) zu verpassen, kann sich der EHC angesichts des kritischen Wolfsburger Publikums nicht erlauben. Das wäre sportlich eine Katastrophe. Oder wie Rumpel es diplomatisch ausdrückt: "Es würde unseren Ansprüchen nicht genügen."
Genügen muss aber auch der Kader den Anforderungen. Rumpel räumt ein: "Wir haben nicht die Qualität der vergangenen Saison." Daran habe auch der 10:2-Rekordsieg gegen Krefeld nichts geändert. Auf dem Transfermarkt befinden sich vor allem vertragslose Veteranen, einige mit DEL-Erfahrung. Peter Zingoni (30, früher Augsburg), Clarke Wilm (35, Nürnberg), Wyatt Smith (34, Ingolstadt), Carl Corazzini (32, Straubing) oder Jeff Hamilton (34, Helsinki) zum Beispiel.
