Dzieduszycki bricht das Training ab
Wolfsburg Matt Dzieduszyckis Einsatz wackelt. Der Topstürmer des EHC Wolfsburg steigt verletzt in den Mannschaftsbus nach Augsburg.
Im Kampf um die letzte Play-off-Chance hat sich die Ausgangslage des EHC Wolfsburg vor dem heutigen Spiel (Beginn 19.30 Uhr) in Augsburg verschlechtert. Topscorer Matt Dzieduszycki musste das Abschlusstraining verletzt abbrechen, sein Einsatz ist fraglich. Förderlizenzspieler Kilian Keller muss ganz passen.
Dzieduszycki verschwand in der Kabine und kehrte nicht mehr aufs Eis zurück. Trainer Pavel Gross hofft aber auf den Einsatz des besten EHC-Torjägers (10 Treffer), hält die Verletzungsart des Spielers geheim. „Unterkörperverletzung“, sagt er, um dem Gegner keinen Aufschluss über „Diesels“ Achillesferse zu geben. Immerhin: Als der Mannschaftsbus gestern Mittag gen Augsburg aufbrach, war Dzieduszycki mit an Bord. WN-Prognose: Er beißt auf die Zähne und fängt zumindest an. Zuletzt plagten ihn öfter mal muskuläre Probleme. Trotzdem spielte er. Wahrscheinlich handelt es sich diesmal um eine ähnliche Blessur.
Der an den Drittligisten EV Füssen ausgeliehene Keller indes steht nicht zur Verfügung. Vor einer Woche hatte er im Oberliga-Spiel in Bad Tölz einen Puck ins Gesicht bekommen und war wegen Sehstörungen in eine Münchner Augenklinik gebracht worden. Die konnte er zwar schnell wieder verlassen, aber die Nachwirkungen spürt der U20-Nationalspieler immer noch. Mittwochabend wagte er ein Trainingscomeback. Ergebnis: „Kilian ist nicht fit. Er klagte über Schwindelgefühl“, berichtet Gross, der mit dem Spieler telefonierte.
Deshalb ruhen die Hoffnungen nun auf Armin Wurm. Nach zwei Tagen Trainingspause wegen einer Weisheitszahn-OP stand er gestern wieder auf dem Eis. „Ich habe zwar noch Schmerzen, aber ansonsten war es ganz okay“, sagt „Wurmi“. Sein Einsatz ist wichtig, um auf sechs Verteidiger für drei Blöcke zu kommen. Aaron Brocklehurst ist bekanntlich für vier Spiele gesperrt.

