Drei „Oscars“ für Kai Hospelt
Wolfsburg Kai Hospelt vom EHC Wolfsburg war der Star der Eishockey-Gala in Augsburg. Der Stürmer erhielt die höchste Auszeichnung des Abends.
Kai Hospelt hat drei „Eishockey-Oscars“ bei der großen Gala in Augsburg abgeräumt. Der Stürmer des EHC Wolfsburg ist zum besten Spieler und zum besten Stürmer der Saison gewählt worden. Team des Jahres wurde die DEB-Auswahl – mit Hospelt.
„Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für mich, zumal sie auch von den Verantwortlichen der anderen Klubs kommt“, sagte der 26-Jährige vor mehr als 250 geladenen Gästen in der Augsburger Kälberhalle.
Kein Geringerer als Bundestrainer Jakob Kölliker hielt die Laudatio. „Kai Hospelt ist nicht nur ein schneller Spieler und brillanter Techniker, er ist auch ein eiskalter Scorer, den sich jeder Trainer und Mitspieler in seinem Team wünscht. Zudem besticht er durch seine Führungsqualitäten auf dem Eis und einen starken Charakter“, lobte der Schweizer.
Hospelt war zusammen mit Ehefrau Julia nach Augsburg geflogen, um die größte Auszeichnung seiner Karriere entgegenzunehmen. Stolz sagte er: „Wir haben in der Liga so viele gute Akteure, die es ebenfalls verdient gehabt hätten. Umso mehr freue ich mich, dass ich diese Wahl gewonnen habe.“
Hospelt vergaß aber auch nicht, welchen Anteil seine Teamkollegen an seinem persönlichen Erfolg hatten. „Kai hat sich artig bei der Mannschaft bedankt“, berichtete Charly Fliegauf. Der EHC-Sportdirektor war gemeinsam mit Ehefrau Angela ebenfalls nach Augsburg gereist, allerdings mit dem Auto. Zum Glück, wie Fliegauf schmunzelnd meinte: „Wir haben Kais Preise mit zurückgenommen. Das hätte er sonst bei der Fluggesellschaft als Übergepäck aufgeben müssen.“
Die weiteren Auszeichnungen des Abends erhielten Münchens Jochen Reimer (bester Torwart), Mannheims Chris Lee (bester Verteidiger), Mannheims Felix Brückmann (Nachwuchsprofi des Jahres) und Straubings Dan Ratushny (Trainer des Jahres). Trotz aller Freude – „ein bisschen komisch“ fand Hospelt den Zeitpunkt der Ehrung. „Wir befinden uns zwischen Hauptrunde und Play-offs, aber es hat den Charakter, als sei die Saison schon vorbei. Gut, dass ich Sonntag schon wieder zum Training auf dem Eis stand“, erklärte Hospelt und will mit dem EHC nun noch einen Titel holen. „Die Ehrung ist gut fürs Selbstvertrauen.


