„Diesel“- Comeback top, aberErgebnis ein Flop
Wolfsburg Gut gespielt, nichts geholt – der EHC Wolfsburg trägt nach dem 3:5 in Straubing weiter die rote Laterne der DEL.
Der EHC Wolfsburg bleibt Tabellenletzter der Deutschen Eishockey-Liga. Am Dienstagabend unterlagen die Grizzlys bei den Straubing Tigers mit 3:5 (1:1, 1:1, 1:3).
Eine ärgerliche und vermeidbare Niederlage. Zumal der fast vier Wochen wegen Gehirnerschütterung ausgefallene Matt Dzieduszycki ein Top-Comeback feierte. Der Stürmer glänzte auf der für ihn ungewohnten Mittelstürmer-Position und schoss zwei Tore. Den dritten Wolfsburger Treffer erzielte Adrian Grygiel.
Die über weite Strecken des Spiels schwächeren Straubinger aber kamen leicht zu ihren Toren. Tyler Beechey (bei 5 gegen 3), Matt Hussey (nach Torwartfehler), Rene Röthke (bei 5 gegen 4), Grant Lewis und kurz vor Schluss Blaine Down mit einem Schuss ins leere Tor bescherten ihrem Team drei glückliche Punkte. Damit gelang es den Wolfsburgern erneut nicht, nach einem Sieg einen zweiten nachzulegen.
Nun müssen sie unbedingt am Freitag (19.30 Uhr, Eis-Arena) im Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers punkten. Der Rückstand auf die Play-off-Plätze ist schon groß.
Dabei hatte das Match in Straubing gut angefangen. Die Grizzlys dominierten das erste Drittel. Durch zwei gleichzeitige Strafen in der 6. Minute für Sean Blanchard und Vincenz Mayer ermöglichten sie den Gastgebern aber die Führung durch eine Einzelaktion von Beechey (7.), der Torwart Daniar Dshunussow alt aussehen ließ. Hussey wäre anschließend bei 5 gegen 4 fast sogar das 2:0 gelungen.
Bei gleicher Anzahl Spieler auf dem Eis waren jedoch die Gäste die bessere Mannschaft. Verdient erzielten sie 43 Sekunden vor der ersten Pause das 1:1 durch Dzieduszycki, den Greg Moore mit einem Steilpass bedient hatte. „Diesel“ als Aushilfscenter, Moore und Aleksander Polaczek bildeten die gefälligste Angriffsreihe des EHC.
Dessen Trainer Pavel Gross gewährte allen 18 Feldspielern Eiszeit. Auch der von einem Fingerbruch genesene Martin Walter kehrte in die Verteidigung zurück. Die Grizzlys machten weiter Druck. Pass Polaczek, Schuss Dzieduszycki – 2:1 für den EHC (29.)! Sebastian Osterlohs eher harmlosen Schuss wehrte Dshunussow aber nach vorn ab, direkt auf Husseys Schläger, der sich mit dem 2:2 (35.) bedankte. Zur zweiten Pause ein schmeichelhaftes Unentschieden für die Bayern.
Im letzten Drittel wogte die Partie hin und her. In Unterzahl der Rückstand durch Röthke (44.), aber durch Grygiel (51.) der 3:3-Ausgleich. Justin Mercier, Norm Milley und Moore vergaben gute Möglichkeiten zur Führung. Stattdessen ließ sich der wieder einmal völlig außer Form spielende Milley hinterm eigenen Tor die Scheibe abnehmen. Lewis verwandelte den Pass zum Straubinger 4:3 (57.). Gross’ Versuch, mit einem sechsten Feldspieler statt des Torwarts auszugleichen, misslang. Down schoss 17 Sekunden vor dem Ende zum 5:3 ins leere EHC-Tor ein.



