„Das sind schon Play-off-Spiele“
Wolfsburg Christoph Höhenleitner ist das Universaltalent bei den Grizzlys.
Sieben Stammspieler fehlten Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg am Sonntag gegen Mannheim.
„Ich kann mich nicht erinnern, dass wir schon einmal so viel Verletzungspech hatten“, sagt Christoph Höhenleitner.
Der 28-Jährige kann es beurteilen. Seit 2007 spielt er für den Klub. Er ist damit der dienstälteste Grizzly – und einer der flexibelsten. Angesichts der personellen Probleme in der Defensive funktionierte EHC-Trainer Pavel Gross den Stürmer kurzerhand zum Verteidiger um. Für Höhenleitner kein Problem: „Ich spiele dort, wo ich der Mannschaft am besten helfen kann.“ Er verschweigt aber auch nicht, dass er lieber im Angriff spielt. „Dort fühle ich mich doch wohler.“
Seine Mitspieler wissen Höhenleitners Leistung auf der ungewohnten Position zu schätzen. „Vor ,Höhi’ kann man nur den Hut ziehen“, meint Kai Hospelt. „Er macht das super. Ich finde es große Klasse, wie er sich in den Dienst der Mannschaft stellt. Seine starken läuferischen Fähigkeiten kommen ihm dabei natürlich zugute.“
Höhenleitner fühlt sich gut unterstützt von seinen Mitspielern und Trainern. „Die anderen Jungs nehmen mir viel Arbeit ab. Unser Co-Trainer Mike Pellegrims spricht oft mit mir.“ Als ehemaliger Verteidiger kann Pellegrims natürlich nützliche Tipps geben.
In den verbleibenden sechs Partien der Hauptrunde erwartet Höhenleitner noch heiße Duelle. „Eigentlich sind das jetzt schon alles Play-off-Spiele. Außer für Nürnberg und Hannover geht es noch für alle Mannschaft um etwas. Und die Spieler dieser Vereine wollen sich für neue Verträge empfehlen“, sagt Höhenleitner.
