Das Frühstück fiel bei einigen Grizzlys aus
Wolfsburg Lagerfeuer, Roller fahren und Reiten in der Westernstadt – so sieht erfolgreiche Teambildung beim EHC Wolfsburg aus.
Das ist mal eine Postkarten-Idylle! Zwei Tage waren die Profis des Eishockey-Erstligisten EHC Wolfsburg zur Teambildung im Harz. Mit Erfolg, wenn man die während des Trips geschossenen Fotos betrachtet.
Die meisten von ihnen hat Sportdirektor Charly Fliegauf aufgenommen. „Wir hatten einen Riesenspaß“, erzählte der 50-Jährige. Der hörte sich gestern am späten Nachmittag nach der Rückkehr etwas müde an. „Bin ich auch“, verriet er. Am Lagerfeuer sitzend verbrachte die Mannschaft den Mittwochabend. Der Zapfenstreich war aufgehoben, ebenso das Alkoholverbot. „Bier haben wir mal genehmigt“, berichtete Fliegauf.
Aber der Reihe nach: Los ging es am Mittwoch von Schierke aus mit einem Lauf auf den Gipfel des Wurmbergs. „Ich glaube, das Team unseres Trainers Pavel Gross war Erster.“ Fliegaufs Gruppe kam hingegen als Letzte an. „Aber auch nur, weil Physiotherapeut Peter Sildatke meinte, den Weg zu kennen. Am Ende sind wir zweieinhalb Kilometer zu viel gelaufen“, meckerte der Sportdirektor und fügte grinsend hinzu: „Das hat ihn mehr als eine Runde Bier gekostet.“
Anschließend ging es mit Monsterbikes, großbereiften Tretrollern, zurück ins Tal. Wer wollte, konnte mit einer Seilbahn wieder rauffahren und noch einmal runterrollern. Abends wartete im Ferienpark Brockenblick ein zünftiges Barbecue auf die hungrigen Grizzlys, ehe das schon geschilderte Lagerfeuer entzündet wurde.
Am Donnerstagmorgen wies die gemeinsame Frühstückstafel deutlich Lücken auf. Einige Stühle blieben leer. Fliegauf: „Ausschlafen war angesagt.“ Wer aber da war, sang Neuzugang Aleksander Polaczek ein Ständchen. Der von den Hamburg Freezers gekommene Stürmer feierte seinen 32. Geburtstag.
Mittags ging es weiter in die in der Nähe liegende Westernstadt Pullman City in Hasselfelde. „Das war so richtig was für unsere Western-Fans Tyler Haskins und Matt Dzieduszycki.“ Zusammen mit Robbie Bina wagte das Duo einen Ausritt zu Pferd. Fliegauf hielt die Aktion (siehe Collage oben) fotografisch fest. Schmunzelnd sagte er: „Wie man sieht, hatte Robbies Pferd mehr Lust zu fressen als zu laufen.“
Nach zweieinhalb Stunden im Wilden Westen des Ostharzes reisten die Grizzlys mit dem Mannschaftsbus wieder heim. „Die zwei Tage haben ihren Zweck erfüllt“, bilanzierte Fliegauf, „die Truppe passt gut zusammen.“

