Dänen-Doppel zum Testspielauftakt
Wolfsburg Dänemark heißt das Ziel des EHC Wolfsburg. Dort startet der Eishockey-Erstligist seine neun Partien dauernde Testspiel-Serie.
Am Donnerstag und Freitag wird es ernst für den EHC Wolfsburg. Der Eishockey-Erstligist bestreitet in Dänemark seine ersten beiden Testspiele der Saison 2012/2013.
Am frühen Donnerstagmorgen starten die Grizzlys mit dem Bus ins gut 500 Kilometer entfernte Esbjerg. Dort findet am Abend von 19 Uhr an der erste Freundschaftsvergleich gegen den ortsansässigen Erstligisten statt. Am Freitag geht es weiter ins 60 Kilometer entfernt gelegene Vojens. Ebenfalls von 19 Uhr an spielt der EHC dort gegen Esbjergs Liga-Rivalen SønderjyskE.
„Die Dänen sind laufstark. Ich will zumindest im ersten Match sehen, dass wir laufstärker sind“, fordert Chefcoach Pavel Gross. Außerdem Begeisterung auf dem Eis: „Ich will, dass wir uns gut in Szene setzen. Dass unser Spiel manchmal noch etwas eckig und kantig aussieht, ist nach nur zwei Wochen gemeinsamer Vorbereitung klar.“
Seine Spieler freuen sich auf die Abwechslung. „Tests sind wichtig zum Reinkommen. Wir werden auch das eine oder andere Tief durchleben. Besser in der Vorbereitung als während der Saison. Dann können wir die Probleme noch analysieren und abstellen“, sagt Torwart Daniar Dshunussow. Er steht zum Auftakt in Esbjerg im Kasten. Neuzugang Sebastian Vogl darf einen Tag später sein EHC-Debüt geben.
Fast wie ein Neuzugang wirkt Benedikt Kohl. Aber nur ohne Helm: Der Verteidiger hat sich die Haare raspelkurz schneiden lassen. „Die langen Haare haben mich gestört“, sagt er. Trotz der harten Einheiten in der Vorbereitung will er von Anfang an Siege einfahren. „Die geben Selbstvertrauen. Außerdem gewöhnen wir uns wieder an die Wettkampfhärte. Im Spiel reagieren die Gegenspieler ganz anders als im Training. Auch die eigenen Kollegen lernt man da erst richtig kennen.“
Dazu haben die Grizzlys während des gesamten Dänemark-Trips Zeit. Mit drei Torhütern, sieben Verteidigern und 13 Stürmern gehen sie auf Reisen. Nur die verletzten und länger ausfallenden Christopher Fischer und Armin Wurm bleiben zu Hause. Sportdirektor Charly Fliegauf hat klare Vorstellungen vom Ziel der Reise: „Wir versuchen, beide Spiele zu gewinnen.“ Favorit ist der EHC allemal: Die dänische Liga ist schwächer als die DEL.

