Coach Gross lässt Werner wieder ran
Wolfsburg Lange musste sich Stephen Werner gedulden. Nun erklärt der Stürmer des EHC Wolfsburg, wie heiß er auf sein Comeback gegen Krefeld ist.
Bahn frei für Stephen Werner! Der Mittelstürmer des Eishockey-Erstligisten EHC Wolfsburg darf nach dreimonatiger Verletzungspause am Freitag (19.30 Uhr) im Auswärtsspiel in Krefeld endlich wieder ran.
Am Donnerstag nach dem Abschlusstraining bestätigte Cheftrainer Pavel Gross, was er tags zuvor in Aussicht gestellt hatte. „Stephen fährt mit. Wie viel er spielt, müssen wir abwarten“, sagte Gross.
Werner wirkte erleichtert. Der US-Amerikaner spürt die Vorfreude auf sein Comeback schon in sich aufsteigen. „Wenn ich erst das Trikot übergezogen habe, werde ich noch aufgeregter sein“, berichtete er. Am 20. November 2011 hatte er sich im Heimspiel eine Patella-Luxation im linken Kniegelenk zugezogen. Es folgten eine Operation und lange und anstrengende Wochen des Wartens und der Reha. „Zum Glück hatte ich zwischendurch keinen Rückschlag.“
Sein vorerst letztes Match bestritt er übrigens ausgerechnet gegen den Freitag-Gegner. Gegen Krefeld schied er seinerzeit verletzt aus. Spielt das nun für ihn eine Rolle? „Das ist ein bisschen Ironie des Schicksals. Für mich schließt sich der Kreis nun. Ich fühle mich stark und schaue nur noch voraus.“
Vom Zuschauen hat Werner in dieser Saison jedenfalls genug. „Dass das Team erfolgreich gespielt hat, hat es mir leichter gemacht.“ Am Freitag beginnt er in der Sturmmitte der vierten Reihe mit Vincenz Mayer auf dem Flügel. Weil der EHC derzeit nur elf Angreifer zur Verfügung hat, lässt Trainer Gross als zweiten Außen immer einen anderen Spieler hinzurotieren.
Sechs Hauptrunden-Partien liegen noch vor den Grizzlys. „Ich bin dankbar dafür, dass ich die noch habe, um dann in den Play-offs topfit zu sein“, sagte Werner. Auch seinen Coach freut das. „Besser er sammelt die Erfahrung noch jetzt als gleich in den Play-offs. Ich bin sicher, dass uns Stephen noch helfen wird“, sagte Gross.
