C wie Captain – oder ciao? Der Fall Hospelt
Wolfsburg Steht der neue EHC-Kapitän nur eine Saison auf der Kommandobrücke? Kai Hospelt entscheidet noch vor dem Start, ob er Wolfsburg verlässt.
Kai Hospelt ist das Gesicht des EHC Wolfsburg. Bis Saisonende besitzt er Vertrag, wird von den Topklubs der Deutschen Eishockey-Liga heiß umworben. Sein Abschied scheint unausweichlich. Bleibt er, oder geht er? Die Frage wird vor Saisonstart noch entschieden.
Das sagte der neue EHC-Kapitän am Mittwoch zu seiner Situation. „Es ist jedenfalls mein Ziel. Ich möchte meine Zukunft geklärt haben, wenn die Saison beginnt. Ich will mich aufs Spielen konzentrieren“, erklärte der 27-Jährige. Das heißt, noch vor dem Auftaktspiel am Freitag, 14. September, in Hamburg will Hospelt seine Entscheidung den Grizzly-Verantwortlichen mitgeteilt haben. „Wenn alles entschieden ist, spreche ich mit Charly und Pavel.“ Gemeint sind Manager Fliegauf und Trainer Gross. „Bis dahin sage ich nichts.“
EHC-Aufsichtsratsboss Detlef Wittig beugt einer allzu großen Erwartungshaltung im Vertragspoker um die eigenen Stars schon mal vor. „Es gibt Situationen, in denen man nicht alle seine Leistungsträger halten kann“, sagte der ehemalige VW-Topmanager. Die Aussage dürfte vor allem im Fall Hospelt zutreffen.
Köln, Mannheim, Berlin – die Interessenten stehen Schlange beim besten DEL-Spieler der vergangenen Saison. Der EHC hat sich finanziell gewaltig gestreckt und sein bestes Angebot aller Zeiten für einen deutschen Profi unterbreitet. Auch Sportdirektor Charly Fliegauf drängt auf eine Entscheidung, um – so oder so – Planungssicherheit zu haben.
Daran ist Hospelt eh interessiert. „Die Situation belastet mich selbst. Ich möchte Verein und Team keine Scherereien machen“, sagte er. Aber egal, wie seine Entscheidung ausfalle: „Ich werde mich in der nächsten Saison voll reinhängen.“ Daran besteht kein Zweifel. Wohl aber an seinem Verbleib beim EHC…



