Bundestrainer hat EHC-Trio im Blick
Kölliker lobt bei seinem ersten Arbeitsbesuch in Wolfsburg die Grizzly-Profis Hospelt, Fischer und Kohl
Eishockey-Bundestrainer Jakob Kölliker spricht über die Nationalteam-Kandidaten des EHCWolfsburg.
Jakob Köllikers erster Besuch als Eishockey-Bundestrainer in Wolfsburg verlief positiv. Nach dem 3:0-Sieg des EHC über Köln machte der Schweizer drei Grizzlys Hoffnung auf eine gute Rolle in der künftigen Nationalmannschaft.
Kölliker hat die Verteidiger Benedikt Kohl und Christopher Fischer sowie vor allem Mittelstürmer Kai Hospelt auf dem Zettel. Das bestätigte er nach der Partie anlässlich einer Talkrunde mit den ebenfalls anwesenden Alt-Bundestrainern Uwe Krupp (jetzt Kölner Coach) und Hans Zach (Co-Kommentator beim Pay-TV-Sender Sky) im VIP-Raum der Eis-Arena.
"Alle drei waren heute gut unterwegs. Der 3:0-Sieg zeugt von guter Arbeit", lobte Kölliker und gab sogar eine Einzelkritik zu dem Trio ab.
Kölliker über
Hospelt: "Er hat seine Position gut ausgefüllt. Er ist ein Spielmacher, trifft kluge Entscheidungen. So stelle ich mir seine Arbeit vor."
Fischer: "Er hat sehr solide gespielt und viel Eiszeit im Powerplay bekommen. Die letzte Konsequenz hat ihm gefehlt. Hätte er seine Chance reingemacht, hätte er seine Leistung mit dem Tor gekrönt."
Kohl: "Er hat seinen Job hervorragend gemacht, war sehr solide. Den ersten Pass hat er gut umgesetzt. Ihm hat der ein oder andere krönende Abschluss gefehlt."
Auf die Nachfrage, ob es weitere Nationalmannschaftskandidaten beim EHC gebe, ging der Bundestrainer nur ausweichend ein. "Die jüngeren Spieler im Kader muss man über längere Zeit beobachten. Im Dezember wird es eine Maßnahme geben, zu der jüngere Spieler eingeladen werden", antwortete er. Wer von den Grizzlys dafür in Frage kommt, ließ er offen. Zum erweiterten Kreis zählt zum Beispiel Verteidiger Benedikt Kohl, der aber schon 26 Jahre alt ist. Vom Alter her könnte am ehesten Abwehr-Crack Armin Wurm (22) in Frage kommen.
Kölliker übernachtete übrigens von Freitag auf Samstag in Wolfsburg, schaut sich am Samstag noch das EHC-Training an und will anschließend mit Hospelt, Fischer und Kohl sprechen. Nur gut, dass sich Fischer und Co. richtig ins Zeug gelegt hatten, oder? "Nein, das war kein besonderes Spiel für mich. Wenn ich nur bei Anwesenheit des Bundestrainers gute Leistungen bringen würde, würde mir unser Trainer was erzählen", sagte Fischer nach dem Sieg über Köln.
