Bitter: Sebastian Furchners Comeback fällt aus
WOLFSBURG Der Stürmer des EHC Wolfsburg wollte nach mehreren Jahren Abstinenz in die Nationalmannschaft zurückkehren, aber nun ist er krank und muss passen.
Das ist jammerschade: Aus dem Nationalteam-Comeback Sebastian Furchners wird nichts. Der Stürmer des Eishockey-Erstligisten EHC Wolfsburg sagte seine Teilnahme an den Länderspielen in Weißrussland ab.
Furchner ist krank und ist am Dienstag gar nicht erst zum Treffpunkt in Frankfurt/Main gereist. Von dort jettet die DEB-Auswahl am Mittwoch weiter nach Minsk. Mit an Bord ist immerhin noch ein Grizzly-Trio. Die Verteidiger Christopher Fischer, Benedikt Kohl und Benedikt Schopper wollen sich für weitere Aufgaben im Trikot mit dem Bundesadler empfehlen und ihre Chance auf die WM-Teilnahme wahren.
Und „Furchi“, ist er sehr traurig? „Das passt schon“, antwortet er knapp. Der DEB hat auf den Ausfall schon reagiert und den Krefelder Patrick Hager nachnominiert.
Am Mittwoch und Donnerstag hat die Mannschaft von Bundestrainer Jakob Kölliker in Minsk die Gelegenheit, sich einzuspielen. Der Schweizer hat einige Leistungsträger wie EHC-Star Kai Hospelt daheimgelassen, um weitere Spieler zu testen. Trotzdem lässt er ergebnisorientiert spielen. „Das ist ein wichtiger Wettbewerb, der uns zeigen wird, wo wir stehen“, erklärte Kölliker vor der Abreise.
Beim so genannten BelSwiss-Cup treffen die Deutschen am Freitag (16.55 Uhr, live auf Sport 1) auf Gastgeber Weißrussland. Der Gewinner trifft am Samstag im Finale auf den Sieger aus Schweiz – Slowakei. Die Verlierer bestreiten am selben Tag das Spiel um Platz 3.
EHC-Profi Christopher Fischer, derzeit punktbester deutscher Verteidiger in der DEL, ist topmotiviert. Er will endlich den Sprung in den endgültigen WM-Kader schaffen. „Ich möchte nicht noch einmal die WM verpassen“, sagt er. In den vergangenen beiden Jahren fiel er unter dem damaligen Bundestrainer Uwe Krupp immer kurz vor Turnierbeginn dem Cut zum Opfer.
Vor dem Freitag-Gegner zeigt Fischer Respekt. „Die Weißrussen sind ein Gegner auf Augenhöhe.“ Für sich wünscht er sich viel Eiszeit. „Ich hatte zuletzt beim Deutschland-Cup viele Einsätze bei 5 gegen 5, in Unterzahl und im Powerplay. Ich hoffe, es wird wieder so.“

