7:0! Vier Torpremieren bei Schützenfest in Iserlohn
EHC Wolfsburg landet Kantersieg – Laliberte-Doppelpack – "Dshuni" mit Shut-out
Schützenfest in Iserlohn: Aber Spaß hat beim 7:0-Sieg nur Eishockey-Vizemeister EHCWolfsburg.
Gala-Auftritt des Eishockey-Vizemeisters! Der EHC Wolfsburg feierte mit dem 7:0 (3:0, 1:0, 3:0)-Sieg bei den Iserlohn Roosters den höchsten Sieg der noch jungen DEL-Saison und seinen ersten Auswärtserfolg.
Schon das dritte Zu-null-Spiel (im Fachjargon Shut-out) für Torwart Daniar Dshunussow gab es – und gleich vier Torpremieren.
Nummer1: Acht Test- und vier Punktspiele hatte Vorjahres-Toptorjäger John Laliberte gut gespielt, aber kein Scheunentor getroffen. Am Samstag löste er die Blockade wie schon in der Vorsaison gegen Iserlohn. Er krönte seine Top-Leistung mit einem Doppelpack.
Nummer2: Neuzugang David Laliberté hatte vergangenes Wochenende verletzt passen müssen. Schon nach sieben Minuten schlug er zu, erzielte im Nachschuss sein erstes EHC-Pflichtspiel-Tor. Zuvor hätte allerdings Abseits gepfiffen werden müssen. Kurz vor Schluss traf er zudem die Latte.
Nummer3: Neuzugang Stephen Werner hatte schwere Verletzungswochen hinter sich. Endlich durfte er sein DEL-Debüt feiern und traf auf Anhieb zum 6:0.
Nummer4: Colin Beardsmore wurde als Ergänzungsspieler geholt, punktet aber nach kurzer Zeit schon regelmäßig und durfte sich über sein Tor zum 2:0 freuen.
Die weiteren zwei Grizzly-Tore steuerten Norm Milley und Tyler Haskins bei. Der Sieg über die etwas grippegeschwächten, aber mit NHL-Veteranen gespickten Iserlohner fiel vielleicht ein, zwei Tore zu hoch aus, war aber hochverdient. Und auch ein Verdienst der Trainer. Die hatten die Angriffsreihen erfolgreich umgekrempelt. Wichtigste Veränderungen: Norm Milley wechselte zu Kai Hospelt und Matt Dzieduszycki. Center Tyler Haskins und Laliberte bekamen Patrick Davis als rechten Außen, jedenfalls zu Beginn.
Ein Fazit des Gegners beschreibt die EHC-Leistung am besten. "Mir fehlen die Worte. Eine Katastrophe ist noch nett gesagt. Das war der Untergang", sagt Roosters-Profi Stefan Langwieder entsetzt.
