4:3 n. V. – Fischer beendet den Berlin-Fluch!
Wolfsburg Endlich geschafft! Erstmals seit dem 3. Dezember 2004 holte der EHC Wolfsburg wieder einen Sieg beim Angstgegner Eisbären Berlin.
Eishockeyhistorischer EHC-Sieg: Das erste Mal in der O2-World und nach zuvor elf Pleiten in Folge in Berlin gewann Wolfsburg wieder ein DEL-Punktspiel bei den Eisbären. Christopher Fischer schoss den Siegtreffer beim 4:3 (2:1, 1:1, 0:1) n. V.
Christoph Höhenleitner, Neuzugang Adrian Foster und John Laliberte erzielten die weiteren Grizzly-Tore. Barry Tallackson, Sven Felski und 58 Sekunden vor Ende des letzten Drittels T. J. Mulock waren für die Gastgeber erfolgreich. 14 200 Fans in der ausverkauften Arena sahen ein rassiges Spitzenspiel.
EHC-Trainer Pavel Gross überraschte mit der Aufstellung der Nummer 2 im Tor. Lukas Lang erhielt den Vorzug vor Daniar Dshunussow. Der gute Neuzugang Foster kam in der dritten Reihe als Center zum Einsatz zwischen David Laliberté und Colin Beardsmore. Die ersten beiden Angriffslinien blieben unverändert. Vincenz Mayer schaute als 13. Stürmer vorerst zu.
Starkes Anfangsdrittel der Grizzlys: Vor allem die vierte Reihe mit Höhenleitner, Patrick Davis und André Huebscher agierte gefährlich. „Höhi“ (3./9. Minute) und die Foster-Reihe aus dem Gewühl heraus (8.) hatten Chancen. Auf der anderen Seite hatte Florian Busch (7.) die große Möglichkeit zur Führung.
Mit einem Schuss wie ein Strich aus halblinks brachte Höhenleitner sein Team verdient in Führung (16.). Es kam noch besser: 29 Sekunden vor der ersten Pause fälschte Foster einen Marvin-Degon-Schuss zum 2:0 ab. Laliberté hatte die Szene stark eingeleitet. Das Berlin-Trauma schien schon überwunden. Doch als Nathan Paetsch Sekunden später auf die Strafbank musste, verkürzte der Meister durch Tallackson mit der Schlusssirene. Da nutzten auch die Wolfsburger Proteste nichts, die Scheibe sei erst nach der Sirene hinter der Torlinie gewesen – 2:1.
Brandheißes Mitteldrittel, das gleich zwei Lastminute-Tore erlebte. Felski glich aus (39:04), aber Laliberte gelang bei angezeigter Strafe und 6 gegen 5 das 3:2 (39:56). Eine knappe Minute fehlte dem EHC zu drei Punkten. Berlins Torwart war zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, da schlug T. J. Mulock zu – 3:3 und Strafe gegen Nathan Paetsch. Lang verhinderte in den Schlusssekunden in Unterzahl das 3:4 – Overtime und Fischers Auftritt.
