3:0 – an Daniar Dshunussow kommt keiner vorbei
EHCWolfsburg fährt glatten Derby-Sieg in Hannover ein. Sieggarant ist der Torwart des Eishockey-Vizemeisters.
Von Christian Buchler
Auswärts trifft der EHC im Moment besser als daheim. Wolfsburgs Eishockey-Erstligist gewinnt am Dienstagabend bei den Hannover Scorpions mit 3:0 (2:0, 1:0, 0:0).Christoph Höhenleitner, Robbie Bina und Norm Milley sorgen vor 3113Zuschauern – darunter mehr als 200Wolfsburger – in der TUI-Arena für einen ungefährdeten Auswärtssieg. Für Höhenleitner ist es der 100.Scorerpunkt in seiner DEL-Karriere. Und: Torwart Daniar Dshunussow feiert seinen fünften Shut-out der Saison. Das ist Liga-Spitze! Aber der Reihe nach
Der EHC beginnt mäßig, führt aber dank seiner Kaltschnäuzigkeit nach dem ersten Drittel mit 2:0. Bei den Treffern durch Höhenleitner (12.) und Bina (16.) hilft aber die Scorpions-Defensive inklusive Torwart Dimitri Pätzold kräftig mit. Auf der anderen Seite hält EHC-Keeper Daniar Dshunussow stark. Gegen Scott King (1.Minute) weiß er sich zwar nur mit einem Foul zu helfen. Danach aber rettet "Dshuni" nacheinander gegen Ryan Maki (15.), Stephan Daschner (18.) und Ex-Grizzly Jeff Hoggan (20.) – erste Pause.
Mit Wiederbeginn präsentiert sich die Mannschaft von Trainer Pavel Gross etwas souveräner als zuvor. Kai Hospelt vergibt bei einem Alleingang die Chance zum 3:0 (21.). Die Scorpions investieren viel, die Grizzlys geben ihnen aber zumeist nur Schüsse aus schlechten Winkeln. Was aufs Tor kommt, fischt Dshunussow weg.
Wenn die Wolfsburger gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchen, brennt es lichterloh. Schuss Patrick Davis – gehalten. Nachschuss Milley – drin (30.). Mit dem 3:0 ist die Entscheidung gefallen. Zum Vergleich: Nach zwei Dritteln spricht das Schussverhältnis von 31:21 für die Gastgeber, das Ergebnis aber klar für die Gäste.
Und die ziehen im Schlussabschnitt die Mauer ums eigene Tor hoch. Die beste Defensive der Liga hilft entscheidend, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. In den vergangenen vier Partien kassierte der EHC lediglich zwei Gegentore.
Gross’ Kritik an einigen Import-Stürmern hat zum Teil gefruchtet. Norm Milley erarbeitet sich ein Tor bei 5 gegen 5. John Laliberte geht zwar leer aus, spielt aber auffällig und ist einsatzfreudig. David Laliberté vergibt zwei Minuten vor Schluss aber wieder mal eine Riesenchance bei einem Solo kläglich.
