2:3 in Krefeld – dritte EHC-Niederlage in Folge
Wolfsburg Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg lässt erneut wichtige Punkte im Kampf um die besten Play-off-Plätze liegen.
Im Westen nichts Neues – der Titel des Filmklassikers hätte auch für die Gastspiele des EHC Wolfsburg in Krefeld erfunden worden sein können. Der Eishockey-Vizemeister verlor am Freitagabend wieder einmal bei den Pinguinen, diesmal mit 2:3 (0:1, 1:1, 1:1).
Francois Methot, Herberts Vasiljevs und Mitja Robar verhinderten mit ihren Toren den zweiten Grizzly-Sieg bei den Rheinländern. Norm Milley hatte zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzt. Kai Hospelt war erst acht Sekunden vor dem Ende der 2:3-Anschlusstreffer gelungen – zu spät. Immerhin: Für Milley war es der 50. Scorerpunkt der Saison. Der verhinderte aber nicht die dritte Niederlage in Folge für die Mannschaft von Trainer Pavel Gross.
Das Fehlen von sechs Leistungsträgern machte sich von Beginn an negativ bemerkbar. Einziger Lichtblick: Rückkehrer Stephen Werner lieferte nach zuvor dreimonatiger Verletzungspause eine ordentliche Leistung ab. Zusammen mit Vincenz Mayer in der vierten Reihe, in der zumeist Milley eine zweite Schicht einlegte, spielte er furchtlos.
Vor dem Krefelder 1:0 ließ Lukas Lang in Unterzahl die Scheibe bei Roland Verweys Schuss nach vorne abprallen, Methot staubte ab (6. Minute). Auch das 2:0 (25.) durch Vasiljevs schossen die Pinguine im Powerplay. Die Grizzlys trafen durch Milley zwar ebenfalls bei 5 gegen 4. Bei 5 gegen 3 bekleckerten sie sich aber nicht mit Ruhm. Im ersten Drittel ließen sie 99 Sekunden doppelte Überzahl ungenutzt, im zweiten Drittel 78 Sekunden. Das beste Unterzahlspiel der Liga hielt wacker und eingespielt dagegen.
Was trotz der Niederlage für die Gäste sprach: Auch nach Robars Treffer zum 3:1 gaben sie nicht auf. Überhaupt gehörte der letzte Durchgang den allerdings zu zögerlichen Grizzlys. Sebastian Furchner (44.), John Laliberte (45.), Norm Milley und Hospelt (beide 52.) brachten den Puck nicht im gegnerischen Tor unter. Der Torwartwechsel auf Wolfsburger Seite zahlte sich nicht aus. Nach solidem Beginn offenbarte Lang vor allem im Mittelabschnitt Schwächen und hatte Glück, dass diese nicht bestraft wurden.
Am Sonntag (14.30 Uhr, Eis-Arena) geht es für den EHC mit dem Heimspiel gegen Köln weiter.


