EHC-Aufholjagd geht nach Derbysieg weiter

Wolfsburg  Der wohl wichtigste Derby-Sieg des EHC in der DEL! Dank des 5:2 gegen Hannover wahren die Wolfsburger ihre Chance auf einen Play-off-Platz.

Der Grizzly-Express fährt weiter mit Höchstgeschwindigkeit. Mit einem 5:2 (1:0, 1:2, 3:0)-Derby-Heimsieg am Freitagabend über Hannover nährte der EHC Wolfsburg seine Play-off-Hoffnungen in der Deutschen Eishockey-Liga.

Sebastian Furchner (14. Minute), Greg Moore (31.), Kai Hospelt (46.), Matt Dzieduszycki (48./20. Saisontreffer) und Benedikt Kohl (57.) sorgten für den vierten EHC-Sieg in Folge und bauten die Heimserie sogar auf sechs Erfolge nacheinander aus. Die Scorpions hatten durch einen Doppelschlag von Ex-Grizzly David Sulkovsky (30.) und Martin Hlinka (31.) für 20 Sekunden mal überraschend die Führung übernommen. Dann schlug Moore zurück. Vor 3166 Zuschauern feierten die Wolfsburger einen hoch verdienten Sieg.

Damit beträgt der Rückstand auf Platz 10, der noch zur Teilnahme an den Pre-Play-offs berechtigt, sechs Punkte. Der EHC bleibt vorerst Tabellenvorletzter. Wie wichtig der Sieg war, wird beim Blick auf die anderen Ergebnisse deutlich. Auch Iserlohn (3:1 gegen Mannheim) und Straubing (5:3 gegen Krefeld) holten drei Punkte. München brachte einen Punkt aus Nürnberg mit.

Der EHC war mit einer Top-Einstellung ins Derby gegangen. 20:5 betrug das Schussverhältnis nach den ersten 20 Minuten. „Nach dem 1:0 haben wir aber schludrig gespielt“, sagt Kapitän Kai Hospelt. Trainer Pavel Gross moniert: „Die Jungs waren vor dem Tor nicht entschlossen genug.“ Bestes Beispiel: Patrick Pohl (5.) traf in Überzahl aus Nahdistanz nur den Pfosten des leeren Tores. „Das war doch nicht so einfach, wie ich dachte“, gibt er zu. Furchner machte es kurz darauf aber besser im Powerplay.

Im Mitteldrittel brachte sich der EHC mit drei Strafen binnen knapp zweieinhalb Minuten selbst in Schwierigkeiten. Erst 1:07 und dann noch einmal 38 Sekunden sogar 3 gegen 5 hieß es. Kurz nachdem der EHC wieder komplett gewesen war, klingelte es. Bald darauf das zweite Mal. Vom überraschenden Rückstand ließen sich die Grizzlys aber nicht aus dem Konzept bringen. „Der schnelle Ausgleich zum 2:2 war wichtig“, analysiert Gross. Die Leistung im Schlussdrittel war top.

Sonntag (16.30 Uhr) aber wird es schwer für den EHC, Punkte einzufahren. Er gastiert bei Spitzenreiter Mannheim. Der muss aber wegen des Arbeitskampf-Endes in der NHL ohne seine NHL-Stars auskommen. Die sind alle nach Übersee abgereist.

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