Grizzlys erkämpfen sich einen Punkt in Berlin

Berlin/Wolfsburg  Nach einer starken Leistung hätte der EHC Wolfsburg beim Rekordmeister sogar einen Sieg verdient gehabt.

Die Grizzlys Sebastian Vogl (links) und Robbie Bina (rechts) verhindern einen Treffer des Berliners Mark Katic.

Foto: Florian Pohl / City-Press

Die Grizzlys Sebastian Vogl (links) und Robbie Bina (rechts) verhindern einen Treffer des Berliners Mark Katic. Foto: Florian Pohl / City-Press

Der EHC Wolfsburg muss weiter auf seinen dritten Sieg beim Rekordmeister warten. Beim 4:5 (0:2, 2:1, 2:1) nach Verlängerung bei den Eisbären Berlin setzte es gestern für den Eishockey-Erstligisten im 14. Spiel bei den Hauptstädtern die 12. Pleite. Immerhin sprang aber ein mehr als verdienter Punkt heraus.

Dabei hatte der EHC die erste Viertelstunde etwas verschlafen. Die Grizzlys begannen mit einer Kontertaktik, wurden von den Eisbären aber vor dem eigenen Tor eingeschnürt und fanden offensiv zunächst kaum statt. Dennoch waren die beiden Tore von André Rankel und Laurin Braun zum 2:0 für die Eisbären mehr das Resultat individueller Fehler. Ausgerechnet der nach seiner Sperre zurückgekehrte Aaron Brocklehurst hatte etwa mit einem katastrophalen Fehlpass den zweiten Eisbären-Treffer ermöglicht.

Fünf Minuten vor dem Drittelende wachte der EHC, bei dem Sebastian Vogl für Daniar Dshunussow im Tor stand, so richtig auf und drückte gewaltig auf den Anschlusstreffer. Den Schwung konnte die Mannschaft von Pavel Gross über die Pause retten und kurz nach Beginn des zweiten Drittels durch Kai Hospelt verkürzen. Wer weiß, wie die Partie verlaufen wäre, hätte Patrick Pohl dann in der 26. Minute den Ausgleich erzielt. Doch fast im Gegenzug mussten die Grizzlys im Powerplay das 3:1 durch Mark Katic hinnehmen. Es blieb jedoch die einzig nennenswerte Offensivaktion der Berliner im zweiten Drittel. Der EHC gab weiter Vollgas und schaffte durch Matt Dzieduszycki den erneuten Anschlusstreffer.

Bitter für die Gross-Truppe, dass die Eisbären kurz nach Beginn des letzten Drittels erneut in Überzahl durch NHL-Star Danny Briére den vierten Treffer erzielen konnten. Doch der EHC kam erneut zurück und sicherte sich dank Norm Milley und Christoph Höhenleitner in der regulären Spielzeit dann immerhin noch einen hochverdienten Punkt. In der Verlängerung war es dann der überragende Briére, der die Partie mit einer Einzelaktion zugunsten der Berliner entschied.

Es war mehr letztlich drin für den EHC, doch Trainer Gross fand trotzdem lobende Worte. „Ich habe großen Respekt vor meiner Mannschaft, die nie aufgegeben hat und immer wieder zurückgekommen ist“, sagte der Tscheche, der Briére als wesentlichen Unterschied ausmachte. „Die individuelle Klasse eines NHL-Spielers hat das Spiel entschieden.“

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
    Weitere Artikel aus diesem Ressort