Nur eine Woche nach Eklat erneut zu Gast in Augsburg

Wolfsburg  Zum zweiten Mal in einer Woche spielt der EHC Wolfsburg in Augsburg. So schön das 4:3 war, so unschön ging es danach zu. Kommt es wieder zum Eklat?

So freuten sich die Grizzlys (weiße Trikots) nach zuvor fünf Niederlagen in Folge über den 4:3-Sieg in Augsburg.

So freuten sich die Grizzlys (weiße Trikots) nach zuvor fünf Niederlagen in Folge über den 4:3-Sieg in Augsburg.

Der zum Teil kuriose DEL-Spielplan macht’s möglich. Binnen einer Woche gastiert der EHC Wolfsburg zum zweiten Mal in Augsburg. Der jüngste 4:3-Erfolg über die Panther ist den Spielern des Eishockey-Erstligisten aber nicht nur in guter Erinnerung. Zuletzt mussten sich die Grizzlys von Augsburger Fans nach Spielende bespucken und bewerfen lassen.

Verteidiger Armin Wurm bekam eine Münze ab. Cheftrainer Pavel Gross war Opfer der Spuckattacke. Dabei hatte sich der Zorn der Panther-Anhänger eigentlich gegen die Schiedsrichter gerichtet. Die Entgleisungen ließ Manager Charly Fliegauf in einem Zusatzbericht zum Spielprotokoll festhalten. Nun droht den Augsburgern eine Geldstrafe. Fürchten die Grizzlys einen erneuten Spießrutenlauf?

„Grundsätzlich mag ich stimmungsvolle Stadien. Aber das Schmeißen und Spucken muss nicht sein“, sagt Stürmer Vincenz Mayer. „Wenn es nach dem Spiel wieder passiert – was sollen wir machen?“, fragt Gross zurück und wünscht sich: „Ich hoffe, dass sich die Schiedsrichter nicht von den Zuschauern beeinflussen lassen.“

Mehr als über das schlechte Benehmen einiger Augsburger Fans scheint der EHC-Coach über die nachträgliche Sperre für EHC-Verteidiger Aaron Brocklehurst aus dem Iserlohn-Spiel am Sonntag (Endstand 4:1) verärgert zu sein. Hintergrund: Roosters-Stürmer Collin Danielsmeier hatte sich in einem Zweikampf mit Brocklehurst die Hand gebrochen. Die Referees hatten die Aktion nicht geahndet. Daraufhin reichten die Iserlohner ein Video von dieser Szene beim DEL-Disziplinarausschuss ein. Der verhandelte den Fall am Dienstag und sprach nachträglich vier Wochen Sperre und 1200 Euro Geldstrafe aus.

„Solche angeblichen Fouls passieren in jedem Spiel drei-, viermal auf beiden Seiten. Für Danielsmeier ist es unglücklich, für ihn tut es mir leid“, sagt Gross und schießt dann aber verbal in Richtung Iserlohns Trainer Doug Mason. „Wenn sich ein Coach seit Wochen über die Schiedsrichter beschwert, erreicht er offenbar etwas. Man muss also nur immer schreien und jammern, dann wird man erhört.“

Bitter für den EHC: Mit Brocklehurst fällt der offensivstärkste Verteidiger aus, der im Powerplay eine wichtige Rolle spielt. Vor einer Woche hatte er in Überzahl das wichtige 3:3 in Augsburg erzielt.

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