Schopper und Milley stehen auf der Wechsel-Liste

Wolfsburg  Zwei weitere EHC-Stars stehen vor dem Absprung. Benedikt Schopper dementiert einen Wechsel nicht. Norm Milley lässt eine Angebotsfrist verstreichen.

Die Liste der feststehenden Abgänge wird immer länger beim krisengeschüttelten EHC Wolfsburg. Der neueste Name darauf ist Benedikt Schopper, der den letztplatzierten Eishockey-Erstligisten am Saisonende so gut wie sicher verlässt. Mit Bleistift geschrieben taucht auch der Name Norm Milley schon darauf auf.

Milley hatte wochenlang ein Angebot für einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag vorliegen. Auch eine nachgebesserte Fassung bewegte den Kanadier nicht zur Unterschrift. Nun lief das zeitlich befristete Angebot aus. Angesichts der katastrophalen Saison, die der wohl teuerste EHC-Profi spielt, dürfte eine Einigung vorerst in ganz weiter Ferne liegen.

Mit einer Plus-Minus-Bilanz von -15 liegt der einstige Stürmerstar mittlerweile allein auf dem letzten Platz dieser DEL-Statistik. +/- zeigt die Differenz der Tore zu den Gegentoren bei gleicher Anzahl Spieler an, bei denen ein Akteur auf dem Eis stand. In 24 Spielen verbuchte der 32-Jährige 3 Treffer und 9 Torvorlagen.

Trotzdem hält Sportdirektor Charly Fliegauf die Tür weiter einen Spalt offen für Milley. „Das Thema ist noch nicht durch. Es existiert aber zurzeit kein EHC-Angebot für Norm“, sagt er.

Durch ist nach guten WN-Informationen hingegen die Personalie Schopper. Der Nationalverteidiger hat sich bereits mit einem neuen Arbeitgeber geeinigt, heißt es. Dabei handelt es sich offenbar um einen DEL-Klub aus dem Süden. Ingolstadt und München kommen am ehesten in Frage. In Augsburg würde sich Schopper weder sportlich noch finanziell verbessern können. Straubing ist angeblich nicht im Rennen.

Nach Kai Hospelt und Christopher Fischer (beide nach Mannheim) ist Schopper der dritte Nationalspieler, der den EHC nach der Saison aus eigenem Antrieb verlassen wird. Im Gegensatz zu seinen Kollegen hält er aber nicht nur den Namen seines neuen Klubs geheim. „Ich möchte dazu nichts sagen, sondern mich lieber auf die sportlichen Dinge konzentrieren“, sagt Schopper auf Nachfrage. Das klingt nicht wie ein Dementi in puncto Vereinswechsel.

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