Brocklehurst sorgt spät für den ersten Torjubel beim EHC

Wolfsburg  Der EHC Wolfsburg hat den ersten glatten Heimsieg der Saison eingefahren. Am Freitagabend wurde Nürnberg mit 2:1 besiegt.

Das war lange nicht gerade Eishockey vom Feinsten, was der EHC Wolfsburg und die Nürnberg Ice Tigers in der Wolfsburger Eis-Arena boten. Die Eishockey-Erstligisten geizten mit Toren, am Ende behielt der EHC durch Treffer von Aaron Brocklehurst und Kai Hospelt mit 2:1 die Oberhand.

Es dauerte fast 51 Minuten, bis die 1777 Zuschauer in Wolfsburg den ersten Treffer der Partie bestaunen durften. EHC-Verteidiger Brocklehurst traf nach Vorarbeit von Aleksander Polaczek und Matt Dzieduszycki. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich die beiden Teams einen großen und kräfteaufreibenden Kampf geliefert, viele Torchancen aber nicht kreiert. Nach dem 1:0 war der Knoten beim EHC aber geplatzt. Kapitän Hospelt legte nur zwei Minuten später den zweiten Wolfsburger Treffer nach.

Dabei hatte sich vor allem der EHC in der Offensive lange schwer getan. Erst in der 11. Minute hatte er durch Dzieduszycki seine erste echte Möglichkeit. Der EHC-Stürmer scheiterte an Nürnbergs Torwart Andreas Jenike. Auch Hospelt fand in dem Gäste-Keeper zwei Minuten später seinen Meister. Ansonsten waren Torchancen Mangelware. Die Nürnberger waren zwar nicht wirklich besser, hatten insgesamt aber die besseren Möglichkeiten. Die größte Chance der Gäste im ersten Drittel vereitelte EHC-Torwart Sebastian Vogl mit zwei tollen Paraden hintereinander gegen Nürnbergs Ryan Bayda (7. Minute). Zuvor hatte Yasin Ehliz für die Gäste nur die Latte getroffen (6.).

Im zweiten Drittel blieb die Partie ausgeglichen. Der EHC hatte seine beste Phase zwischen der 27. und 32. Minute. Ein Pfostentreffer in Unterzahl von Greg Moore läutete den Startschuss für eine Wolfsburger Drangphase ein. Der EHC setzte Nürnberg gut unter Druck, beschäftigte die Gäste in deren Hälfte. Klare Torchancen sprangen aber trotzdem nicht für den EHC heraus. Der wurde dann in seinem Spielfluss unterbrochen, weil sich eine Plexiglasscheibe der Bande aus der Verankerung gelöst hatte und für eine Pause von mehreren Minuten sorgte.

Im letzten Drittel war die Begegnung weiter lange offen – bis Brocklehurst einen schönen Spielzug des EHC vollendete. Als zwei Nürnberger kurz darauf auf die Strafbank mussten, brauchten die Grizzlys nur 16 Sekunden, ihr zweites Tor an diesem Abend zu erzielen. Auch Nürnbergs Anschlusstreffer durch Yan Stastny in der Schlussminute änderte nichts mehr daran, dass alle drei Punkte in Wolfsburg blieben. Der EHC fuhr den Erfolg letztlich souverän nach Hause, ist in der Tabelle aber trotzdem weiter unten. Die Wolfsburger brauchen einen Siegesserie, um Anschluss an die Mittelfeldränge herzustellen. Deshalb muss am Sonntag in Krefeld der nächste „Dreier“ folgen.

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