„Wir sind zum Siegen verdammt“

Wolfsburg  Der EHC Wolfsburg braucht dringend Punkte. Gegen Nürnberg fordern die Verantwortlichen den ersten „Heim-Dreier“.

Am Boden befindet sich der EHC (links Daniar Dshunussow) derzeit. Schaffen es die Grizzlys, in den nächsten drei Spielen aufzustehen?

Foto: Schindler

Am Boden befindet sich der EHC (links Daniar Dshunussow) derzeit. Schaffen es die Grizzlys, in den nächsten drei Spielen aufzustehen? Foto: Schindler

Sechs Punkte beträgt der Rückstand des EHC Wolfsburg auf den letzten Play-off-Platz. „Wir sind zum Siegen verdammt“, sagt Pavel Gross. Der Trainer des Eishockey-Erstligisten steht mit seinem Team vor drei ganz wichtigen Spielen.

Los geht es für den Tabellenletzten am Freitag (19.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Nürnberg. Sonntag (16.30 Uhr) Krefeld und am darauffolgenden Freitag (19.30 Uhr) München heißen die weiteren Stationen. Alles Teams, die sich noch in Reichweite der Grizzlys befinden. Die Betonung liegt auf noch.

Da sich das EHC-Lazarett langsam lichtet und der Kader wieder wächst, werden die Gründe für anhaltenden Misserfolg weniger. Gross gibt sich gelassen. „Wer Verantwortung übernehmen will, muss mit Druck klarkommen.“ Das hatte seine Mannschaft am Dienstag in Straubing eigentlich ganz gut hinbekommen. Eigentlich. Am Ende aber führten individuelle Fehler auf Wolfsburger und individuelle Klasse auf Straubinger Seite zu einer ärgerlichen 3:5-Niederlage.

„Im Vergleich zu unseren Niederlagen gegen Hamburg und Ingolstadt zum Beispiel war das aber etwas ganz anderes“, sagt Gross. „In unserer Situation wird jeder Fehler bestraft.“ Der Trainer vermeidet im Moment öffentliche Negativ-Kritik an einzelnen Spielern. Selbst offensichtlichste Pannen kommentiert er nicht.

Anders der Manager. Charly Fliegauf legt den Finger offenbar bewusst in die Wunden: „Der Torwart hat den Unterschied ausgemacht.“ Das Lob geht an Straubings Jason Bacasihua und ist ein indirekter Tadel für Daniar Dshunussow, den an zwei Gegentoren eine Mitschuld traf. Aufgrund ihrer Leistungsschwankungen können die Torleute Dshunussow und Sebastian Vogl ihrer Mannschaft in der Krise zu selten den nötigen Rückhalt geben.

„Ein Schritt vor, ein Schritt zurück. Das bringt uns nicht weiter“, merkt Fliegauf an und fordert wie der Trainer, mal eine kleine Serie zu starten. „Ich erhoffe mir, dass am Freitag etwas kommt und wir endlich mal in einem Heimspiel drei Punkte holen“, sagt Fliegauf weiter.

„In Straubing haben wir mit viel Intensität gespielt. Da müssen wir noch fünf Prozent draufpacken. Weniger machen dürfen wir auf gar keinen Fall“, warnt Gross. Sonst gerät die Play-off-Teilnahme schon früh in Gefahr.

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