Walter und Wurm stehen kurz vor Comeback

Wolfsburg  Mit 19 Spielern trat Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg am Donnerstag die Reise nach Düsseldorf an.

Rückkehr nach neun Monaten Leidenszeit: EHC-Verteidiger Armin Wurm hatte zuletzt am 20. Januar ein Spiel bestritten.

Foto: jt/regios24

Rückkehr nach neun Monaten Leidenszeit: EHC-Verteidiger Armin Wurm hatte zuletzt am 20. Januar ein Spiel bestritten. Foto: jt/regios24

Ob die genesenen Martin Walter und Armin Wurm am heutigen Freitag (19.30 Uhr) im Spiel bei der DEG mitwirken, entscheidet Trainer Pavel Gross erst kurz vor Beginn.

Im besten Fall hat Gross wieder acht Verteidiger zur Verfügung. Not herrscht seit kurzem bekanntlich vor allem im Sturm. Sportdirektor Charly Fliegauf erwartet die verletzten Matt Dzieduszycki, Tyler Haskins, Simon Danner (alle Gehirnerschütterung) und Adrian Grygiel (Muskelfaserriss) nicht vor der Länderspielpause durch den Deutschland-Cup (9. bis 11. November in München) zurück.

Möglich, dass bei einem weiteren Ausfall im Angriff ein Abwehrspieler stürmen muss, um auf drei Reihen zu kommen. Verstärkung durch einen ausländischen Center, den der Klub händeringend sucht, gibt es frühestens nächste Woche. Fliegauf hat seine Fühler ausgestreckt, sagte am Donnerstag: „Ich erwarte eine Antwort.“ Ein konkretes Angebot ist offenbar raus. Fliegauf rechnet eher am heutigen Freitag oder in den nächsten Tagen damit. Auf jeden Fall sollte es ein Spieler sein, der über ein gutes Bully-Spiel verfügt. Daran mangelte es unter anderem zuletzt bei den Grizzlys.

Der Trainer nimmt aber erst einmal den vorhandenen Kader in die Pflicht. „Alles Andere interessiert mich erst, wenn ein neuer Spieler bei uns auf dem Eis steht“, sagt Gross. Er wird nicht müde, seinen Schützlingen auch die kleinsten Fehler vor Augen zu führen. „Das ist nicht unser Weg“, sagt er zu den in den ersten zwölf Saisonspielen gezeigten Leistungen. Er fordert: „Schüsse blocken, kämpfen, laufen. Nachlässigkeiten lassen wir nicht durchgehen. Dass jemand zu viel Druck verspürt, weil wir die Sachen ansprechen, kann nicht sein. Dann hat er sich den falschen Beruf ausgesucht.“

Zum Duell mit der als Außenseiter gestarteten finanzschwachen DEG fällt Gross als Erstes ein: „Düsseldorf hat eine junge Mannschaft, die mit Begeisterung spielt.“ Als Warnung an seine Mannschaft fügt er hinzu: „Einsatz schlägt Talent!“ Der EHC dürfe nicht versuchen, alles spielerisch zu lösen. „Grizzly-Eishockey wird gearbeitet, nicht gespielt.“ Im Tor könnte es einen Wechsel geben. Nach zuletzt zwei Einsätzen in Folge von Sebastian Vogl und der 2:4-Niederlage in Mannheim könnte Daniar Dshunussow eine neue Chance bekommen.

Der EHC ist nicht das einzige Wolfsburger Profi-Team, das am Wochenende als Tabellenletzter nach Düsseldorf reist. Auch Fußball-Bundesligist VfL ist in dieser Lage. Am Donnerstagvormittag hatte Gross seinem Trainerkollegen Felix Magath auf Nachfrage noch Glück gewünscht, aber kurz darauf war dieser freigestellt. Der EHC-Coach nimmt Anteil am Geschehen der „Wölfe“. „Ich drücke dem VfL immer die Daumen. Es ist gut für die Stadt, wenn beide Klubs erfolgreich sind.“ Sein Team kann sich heute als erstes aus der Krise spielen.

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