EHC-Profi Norm Milley gesteht sich sein Formtief ein

Wolfsburg  Ein „Totalausfall“ sei Norm Milley in der Partie gegen Berlin gewesen, so EHC-Manager Charly Fliegauf Und der erfahrene Angreifer widerspricht nicht.

Norm Milley (Mitte) sucht im Moment nach seiner Top-Form aus der Vorsaison.

Foto: Priebe/regios24

Norm Milley (Mitte) sucht im Moment nach seiner Top-Form aus der Vorsaison. Foto: Priebe/regios24

„Das ist gerechtfertigt“, sagt der Stürmer vom Wolfsburger Eishockey-Erstligisten zu der Kritik. Der 32-Jährige war der Top-Scorer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) in der vergangenen Saison. Davon ist in den ersten zehn Spielen jedoch noch nicht viel zu sehen bei Milley. Lediglich vier Scorerpunkte (2 Tore, 2 Assists) hat der Stürmer bisher verbucht. Hinzu kommt eine schwache Plus-Minus-Bilanz von – 5. „Ich bin in einem Formtief“, gibt Milley unumwunden zu. „Ich mache das in jedem Jahr durch. Ich hoffe aber, dass ich es schnell hinter mich bringen kann. Ich muss jetzt hart dafür arbeiten“, so der Kanadier weiter.

Warum es für die Grizzlys in den ersten zehn Spielen noch nicht lief, kann er nur schwer erklären. „Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Wir machen nichts anders als sonst.“ In seinen Augen muss vor allem in der Offensive der Knoten platzen. „Das Scoring ist der größte Faktor. Wir brauchen mal einen Sieg, bei dem wir auch glücklich treffen. Das könnte uns Selbstvertrauen zurückbringen.“

Dabei nimmt sich Milley auch selbst in die Pflicht. „Ich kenne meine Aufgabe. Ich soll die Offensive unterstützen. Und wenn ich die anderen Stürmer besser in Szene setze, kommt vielleicht auch bei ihnen das Selbstvertrauen zurück“, hofft er auf ein „Schneeballsystem“, wie er es nennt.

Von der Mannschaft und auch vom Trainerteam ist er weiterhin vollends überzeugt. „Wir haben die Qualität. Wir sind vielleicht auch das am härtesten arbeitende Team in der Liga. Wir müssen versuchen, die Dinge einfach umzusetzen.“ Dabei ist die Zeit als Tabellenletzter die vielleicht schwierigste Phase, seit Milley beim EHC ist. „Es ist auf jeden Fall die frustrierendste bis jetzt“, betont Milley. „Aber wir sind eine gute Gruppe.“ Und diese gute Gruppe will am Freitag ihr Heimspiel unbedingt erfolgreich gestalten. „Wir müssen gegen München gewinnen. Wir sind jetzt in jedem Spiel unter Druck“, ist sich Milley der prekären Lage bewusst.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
    Weitere Artikel aus diesem Ressort