NHL-Star Daniel Brière schießt EHC ab

Wolfsburg  Der EHC Wolfsburg bleibt das Tabellenschlusslicht in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL).

Die Mannschaft von Trainer Pavel Gross verlor am Sonntag gegen Meister Berlin mit 2:6 (1:2, 1:1, 0:3).

Für die Grizzlys war es die vierte Niederlage im fünften Heimspiel. Vor 3300 Zuschauern, darunter etwa 600 aus Berlin, erzielte der überragende NHL-Star Daniel Brière einen Dreierpack (7., 24. und 60. Minute). Außerdem trafen Barry Tallackson (5.), James Arniel (41.) und Frank Hördler (54.) für die Gäste. Für die Wolfsburger waren nur Adrian Grygiel (19.) und Aleksander Polaczek (30.) erfolgreich.

Bitter für den EHC: Niko Dimitrakos verletzte sich bei einer Auseinandersetzung mit Tyson Mulock. Für ihn war die Partie nach 35 Minuten beendet. Er fuhr noch am Abend ins Klinikum. Eine genauere Diagnose soll es am Montag geben.

Matt Dzieduszycki erhielt kurz vor Ende des zweiten Drittels nach einem Check gegen den Kopf seines Gegenspielers 2 plus 10 Minuten und nach einer anschließenden Schlägerei mit Daniel Weiß erneut 2 plus 10 Minuten. Damit war für Dzieduszycki das Spiel vorzeitig beendet. Ihm droht nun sogar eine längere Sperre.

„Wir hatten uns viel vorgenommen, haben das aber nur teilweise umgesetzt“, sagte EHC-Trainer Pavel Gross und zählte dann indirekt die Ausländer an: „Die deutschen Spieler haben ordentlich gespielt, aber wir brauchen jeden.“

Bei den Berlinern glänzten die beiden kanadischen Stürmer Brière (3 Tore, ein Assist) und Claude Giroux (drei Assists) in ihrem zweiten DEL-Spiel. „Ich komme immer besser rein“, sagte Brière. „Das Spiel war knapper als es das Ergebnis aussagt. Wolfsburg hat es uns schwer gemacht. Der EHC musste dann aber aufmachen. Das gab uns die Möglichkeit, einige Tore zu schießen“, so der 35-Jährige weiter.

Im ersten und zweiten Drittel hielten die Grizzlys gut mit. Deshalb war Torwart Daniar Dshunussow auch lange Zeit optimistisch: „Wir sind ins letzte Drittel gegangen, um Punkte zu holen. Wir lagen nur ein Tor zurück. Umso enttäuschender ist es, am Ende so deutlich zu verlieren.“ Gross sagte unmissverständlich: „Einige müssen in den Spiegel gucken und anfangen, zu arbeiten.“

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