EHC-Star Fischer: Freitag zweite OP

Wolfsburg  Zehn Wochen nach seiner ersten OP muss der verletzte Nationalspieler des Eishockey-Erstligisten EHC Wolfsburg, Christopher Fischer, ein zweites Mal unters Messer.

Der Wolfsburger Christopher Fischer (links) fehlt auch am Sonntag gegen Berlin.

Foto: imago

Der Wolfsburger Christopher Fischer (links) fehlt auch am Sonntag gegen Berlin. Foto: imago

Der erste Eingriff war am 1. August in der Heidelberger Atos-Klinik von Dr. Siebold vorgenommen worden. Die niederschmetternde Diagnose damals: Knorpelschaden! Während der Arthroskopie wurde Knorpelsubstanz entnommen. Auf diese Weise konnte Knorpelmasse nachgezüchtet werden, die nun an der beschädigten Stelle eingesetzt wird.

Zugezogen hatte sich Fischer die Verletzung im Mai während der Eishockey-WM in Schweden im Spiel gegen die Gastgeber. Zunächst war nur eine Reizung des Gelenks diagnostiziert worden. Trotz Problemen absolvierte Fischer anschließend noch drei weitere Partien. Seitdem stand er nicht mehr auf den Eis.

Gestern war der 24-jährige Leistungsträger des EHC zu ersten Voruntersuchungen in seiner Heimatstadt Heidelberg. Mit unserer Zeitung sprach Fischer anschließend über…

… die lange Leidenszeit: „Erst hieß es, die zweite OP findet nach sechs bis acht Wochen statt. Nun ist es doch später geworden als erhofft. Ich bin froh, dass jetzt bald die zweite OP ist.“

… die bevorstehende Operation: „Für den Arzt ist das, glaube ich, ein Routine-Eingriff. Ich wurde gefragt, welche Narkose ich möchte und habe mich für Vollnarkose entschieden. Ich schlafe dabei lieber. Am Freitag findet in Heidelberg übrigens ein Ärztekongress statt. Meine Operation wird dorthin live übertragen. Ich finde das gut, denn dann wird sich der Arzt besonders viel Mühe geben, wenn ihm so viele Kollegen auf die Finger schauen. Vielleicht sendet Servus-TV ja auch noch einen Livestream (lacht).“

… die unmittelbare Zeit nach der Operation: „Mit den Ärzten ist vereinbart, dass ich zunächst drei Nächte im Krankenhaus bleibe, das Bein hochlege und schone.“

… das Reha-Training: „Ich werde so schnell wie möglich nach Wolfsburg zurückkehren und das Training im Reha-Zentrum von Heiko Mühe aufnehmen. Ich denke, dass ich dort gut versorgt werde und top aufgehoben bin. Es gibt dort sehr gute Therapeuten.“

… seine Rückkehr aufs Eis: „Das kann man jetzt noch nicht sagen. Es müssen vorher sicherlich weitere Untersuchungen gemacht werden.“

… den Platz auf der Tribüne der Eis-Arena: „Ich war bei jedem Heimspiel dabei und habe mitgefiebert und hoffe, dass ich bald wieder da bin. Wenn es gut läuft, möchte man ein Teil der Mannschaft sein. Wenn es nicht so gut läuft, möchte man der Mannschaft gerne helfen.“

… das EHC-Heimspiel am Sonntag gegen Berlin mit den NHL-Stars Claude Giroux und Danny Brière: „Es ist schon schlimm genug, dass ich zurzeit nicht spielen kann. Aber jetzt verpasse ich auch noch das Spiel in der Eis-Arena. Die beiden Jungs hätte ich sehr gerne live spielen sehen.“

… die sportliche Zukunft des EHC: „Ich denke, das Tal ist durchschritten. Die Verletztenmisere hört langsam auf. Gegen Nürnberg waren wir klar überlegen und haben gut gespielt. Leider kam dann noch einmal ein Einbruch mit den drei Gegentoren. Grundsätzlich sind wir auf einem guten Weg. Auch wenn mit Berlin am Sonntag natürlich ein Brett kommt.“

… seine persönliche Zukunft: Fischers Vertrag läuft am Saisonende aus. Der EHC hat ihm ein neues, gut dotiertes Angebot unterbreitet. Der offensive Rechtsverteidiger wird aber auch als heißer Kandidat bei Liga-Konkurrent Mannheim gehandelt. „Es wird demnächst eine Entscheidung geben“, kündigt Fischer an.

•EHC Wolfsburg – Eisbären Berlin, Sonntag, 14.30 Uhr, Eis-Arena.

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