EHC mit Keller im Kellerduell

Wolfsburg  Im Niedersachsen-Derby der Deutschen Eishockey-Liga treffen zwei noch sieglose Teams aufeinander. Der EHC Wolfsburg gastiert in Hannover.

Mit guter Defensive will der EHC aus der Mini-Krise. Hier machen Aaron Brocklehurst (von links) und Torwart Daniar Dshunussow dicht.

Foto: Priebe/r24

Mit guter Defensive will der EHC aus der Mini-Krise. Hier machen Aaron Brocklehurst (von links) und Torwart Daniar Dshunussow dicht. Foto: Priebe/r24

Der Vizemeister 2011 und der Meister 2010 treffen sich am Freitag zum Kellerduell der Deutschen Eishockey-Liga in Hannover. Von 19.30 Uhr an gastiert der EHC Wolfsburg bei den Scorpions. Beide Teams lechzen nach dem ersten Saisonsieg.

Hoffentlich rechtzeitig vor dem Match landet EHC-Verteidiger Kilian Keller in Hannover. Sportdirektor Charly Fliegauf hat es geschafft, den Neuzugang erneut loszueisen. Keller soll eigentlich in dieser Saison noch mit einer Förderlizenz für Drittligist Füssen spielen, weil er parallel zum Eishockey in Pfronten eine Ausbildung zum Verwaltungsangestellten absolviert.

„Ich gehe davon aus, dass Kilian dabei ist. Ich habe nichts Gegenteiliges mehr gehört“, sagt Fliegauf. Somit stehen Trainer Pavel Gross in den nächsten drei Spielen in Hannover, gegen Augsburg (Sonntag) und in Ingolstadt (Dienstag) sechs Verteidiger zur Verfügung. Anschließend soll Keller direkt von Ingolstadt aus nach Füssen reisen.

Die zweite gute Nachricht: Es gab keine weiteren Verletzten bei den Grizzlys. Inklusive der zehn gesunden Stürmer und der zwei Torhüter beträgt der kleine Kader des EHC 18 Spieler. Es fehlen weiter die Angreifer Niko Dimitrakos (Rippenprellung), Adrian Grygiel (Oberschenkelzerrung) sowie die Abwehrcracks Rainer Köttstorfer (Zerrung), Martin Walter (Fingerbruch), Armin Wurm (Aufbautraining nach Fußbruch) und Christopher Fischer (Knorpelschaden im Knie).

Zur Torwartfrage schweigt der Trainer weiter beharrlich. Beide Keeper sind fit, gegen Hannover sollte erneut Daniar Dshunussow beginnen. Der erhielt zuletzt dreimal den Vorzug vor Neuzugang Sebastian Vogl, der nur überraschend das allererste Saisonspiel gegen Hamburg (Endstand 2:4) bestritt. „Dshuni“ ließ am vergangenen Sonntag in Düsseldorf beim 1:2 n. P. in der regulären Spielzeit nur einen Gegentreffer zu. Mit der größeren DEL-Erfahrung soll der Keeper sicher die wackelige Defensive stabilisieren helfen. Kaum vorstellbar, dass Gross angesichts des verpatzten Saisonstarts mit vier Pleiten in Folge erneut einen Torwartwechsel vornimmt.

Der Coach erwartet eine Rückbesinnung auf die eigentliche Stärke seines „Grizzly-Systems“, die Defensive. „Da sind alle Spieler gefordert. Manchmal müssen auch ein, zwei Tore für einen Sieg reichen“, sagt er. Mit 15 Gegentoren ist der EHC bislang die Schießbude der Liga. Das stört Perfektionist Gross mehr als die bislang erst sieben erzielten Treffer seiner Mannschaft.

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