3:2 gewonnen im „schlechtesten Spiel“

Wolfsburg  Immerhin stimmt das Ergebnis: Mit der Leistung des EHC Wolfsburg sind die Verantwortlichen trotz des 3:2 in Krefeld nicht zufrieden.

EHC-Stürmer Matt Dzieduszycki (im Hintergrund) bezwang in dieser Szene Krefelds Schlussmann Scott Langkow zum 3:0-Zwischenstand.

Foto: qpA/Rolle

EHC-Stürmer Matt Dzieduszycki (im Hintergrund) bezwang in dieser Szene Krefelds Schlussmann Scott Langkow zum 3:0-Zwischenstand. Foto: qpA/Rolle

Den fünften Sieg im sechsten Testspiel feierte Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg. Beim Liga-Rivalen Krefeld Pinguine gewannen die Grizzlys am Freitagabend mit 3:2 (1:0 2:0, 0:2). Das Ergebnis hätte höher ausfallen müssen.

Die EHC-Tore schossen Niko Dimitrakos, Kai Hospelt und Matt Dzieduszycki vor 2751 Zuschauern in der Krefelder Rheinlandhalle. Die Krefelder erweckten in der bisherigen Vorbereitung nicht den Anschein, dass sie um die vorderen Plätze mitspielen könnten. Zuvor hatten sie im Finale eines Turniers in Amsterdam eine deftige 0:6-Klatsche gegen die Kölner Haie kassiert.

Der EHC präsentierte sich flinker, besser sortiert und vor allem in der Rückwärtsbewegung deutlich schneller als der Gegner. Schon früh nutzte Dimitrakos einen Scheibenverlust des Nationalspielers Daniel Pietta zur Führung. Robbie Bina (8. Minute), Aleksander Polaczek (16.) und Tyler Haskins (17.) hatten schon das 2:0 auf den Schlägern. Das fiel zwangsläufig im zweiten Drittel. Zwei ihrer sieben Topchancen nutzten die Grizzlys. Patrick Pohl leistete sich den Luxus, eine 100-prozentige Möglichkeit auszulassen (39.).

„Wolfsburg ist vom ersten bis zum letzten Mann besser besetzt als Krefeld“, sagte Wim Hospelt, Vater von EHC-Center Kai Hospelt und 1977 Meister mit Köln. Im letzten Drittel aber schaltete der EHC mehrere Gänge zurück und ließ die eigentlich chancenlosen Gastgeber bis auf 3:2 herankommen. Erneut Pohl hatte mit einem Penalty (43.) die Chance zum 4:0, verpasste. Zur Erinnerung: Zuletzt gegen Langnau in der Schweiz hatte Wolfsburg bei seiner bisher einzigen Testspielniederlage nach 4:1-Führung noch 4:5 verloren.

„Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Aber es war unser schlechtestes Spiel in der Vorbereitung“, sagte EHC-Sportdirektor Charly Fliegauf. „Wir haben dem Gegner zu viele Chancen gegeben und Leichtsinnsfehler begangen. Torwart Daniar Dshunussow war unser bester Mann.“Der 13. Stürmer Vincenz Mayer stand im Kader, kam aber nicht zum Einsatz.

Krefeld: Langkow – Meyers, Pavlikovsky; Robar Akdag; Milo, Sonnenburg; Zerressen – Methot, Pietta, Schymainski; Vasiljevs, Voakes, Ostwald; Blank, Driendl, Verwey; Klöpper, Kretschmann, Orendorz.

Wolfsburg: Dshunussow – Schopper, Blanchard; Bina, Brocklehurst; Kohl, Köttstorfer; Keller – Milley, Hospelt, Furchner; Dzieduszycki, Haskins, Danner; Moore, Dimitrakos, Polaczek; Grygiel, Pohl, Höhenleitner; Mayer.

Tore: 0:1 (01:48) Dimitrakos, 0:2 (25:28) Hospelt (Danner, Bina/5:4), 0:3 (29:05) Dzieduszycki (Danner, Haskins), 1:3 (48:42) Pietta (Schymaynski, Methot), 2:3 (59:03) Blank (Pietta/6:4).

Strafzeiten: Krefeld 8 Minuten, Wolfsburg 6 Minuten.

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