Kai Hospelt trifft, aber das DEB-Team verliert bei der WM

Wolfsburg  Die Teilnahme am WM-Viertelfinale wackelt. Die Eishockey-Nationalmannschaft verlor im Kampf um Platz vier in der Vorrundengruppe 2:3 gegen Lettland.

EHC-Star Kai Hospelt (links) freut sich über sein Tor zum 2:2.

Foto: dpa

EHC-Star Kai Hospelt (links) freut sich über sein Tor zum 2:2. Foto: dpa

Trotz eines Tores durch Kai Hospelt vom EHC Wolfsburg verlor die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft am Sonntagabend ihr zweites Gruppenspiel bei der WM in Stockholm mit 2:3 (0:1, 2:1, 0:1) gegen Lettland. Das Ziel Viertelfinale ist nun in Gefahr.

Kölns John Tripp erzielte den zweiten deutschen Treffer vor 4162 Zuschauern. Am Montag ist die DEB-Auswahl spielfrei. Am Dienstag trifft sie von 20.15 Uhr an (live auf Sport 1) auf Rekord-Weltmeister Russland.

0:2 lagen die Deutschen bereits zurück. Miks Indrasis (Dinamo Riga/KHL) und Mikelis Redlihs (künftig Lokomotive Jaroslavl/KHL) hatten die Letten in der 12. und 24. Minute in Führung gebracht. Aber nur 108 Sekunden später fiel der Anschlusstreffer. Bully-Gewinn Hospelt, über Kevin Lavallee (Köln) kam der Puck zu Tripp – Tor, nur noch 1:2. Das Team von Bundestrainer Jakob Kölliker wurde Mitte des Spiels stärker. Der künftige Nürnberger Patrick Reimer traf den Pfosten. Der Puck war noch längst nicht geklärt und gelangte Sekunden später zu Hospelt. Der vollendete zum umjubelten 2:2 (33.).

Das Schlussdrittel begann schlecht für die DEB-Auswahl. Zwei Strafzeiten nacheinander bedeuteten Gefahr für das eigene Tor. Aber Deutschland überstand die brenzligen Situationen schadlos. In der 49. Minute besaßen Reimer und Mannheims Christoph Ullmann nacheinander die Chance zur Führung. Ihre Schüsse wurden geblockt.

Stattdessen nutzten die Letten eine weitere Überzahl zum 3:2-Führungstreffer (53.) durch Aleksejs Sirokovs (Torpedo Kazzinc/VHL). Kurz vor Schluss nahm Kölliker Torwart Dennis Endras (zuletzt Helsinki) zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Trotzdem langte es nicht mehr zum Ausgleich. „40 Minuten gut zu spielen, reicht auf diesem Niveau nicht“, sagte Furchner nach Spielschluss.

Kölliker hatte im Vergleich zum mit 3:0 gewonnenen Auftaktmatch gegen Italien den Kader verändert. Der Berliner André Rankel blieb draußen. Dafür rückte der Krefelder Daniel Pietta rein. Außerdem musste der Kölner Stürmer Felix Schütz zuschauen. Der Bundestrainer berief diesmal mit Sinan Akdag aus Krefeld einen achten Verteidiger ins 22er-Spieltagsaufgebot und nur 12 statt 13 Angreifer. Da nun auch Pietta und Akdag eine WM-Lizenz erhalten haben, ist das Maximum (22) für Feldspieler erreicht. Nachnominierungen für Abwehr und Angriff sind nicht mehr möglich.

Kölliker ließ die Wolfsburger Hospelt und Sebastian Furchner wie beim EHC in einer Reihe stürmen, hinzu kam Tripp als Rechtsaußen. Beim Stande von 2:3 stellte Kölliker auf drei Reihen um, fortan sah Furchner nur noch zu. Grizzly-Verteidiger Christopher Fischer verteidigte wie in Spiel 1 an der Seite des Straubingers Florian Ondruschka.

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