Marcel Goc löst Wolfsburgs Kai Hospelt als Kapitän ab

Wolfsburg  Heiß auf den WM-Start ist das Spielertrio des EHC Wolfsburg. Mit Sportdirektor Charly Fliegauf weilt zudem noch ein vierter Grizzly in Stockholm.

Zum WM-Start zwar ohne C, aber dafür mit dem A des Vize-Kapitäns auf der Brust: EHC-Star Kai Hospelt.

Foto: imago

Zum WM-Start zwar ohne C, aber dafür mit dem A des Vize-Kapitäns auf der Brust: EHC-Star Kai Hospelt. Foto: imago

Eines der beiden Eröffnungsspiele bestreitet am Freitag von 12.15 Uhr an das deutsche Nationalteam bei der Eishockey-WM in Schweden und Finnland. Gegen Italien muss ein Sieg her. Den erwartet Charly Fliegauf auch. Der Sportdirektor des EHC Wolfsburg repräsentiert die Liga in Stockholm.

Zwei Vertreter stellt die Deutsche Eishockey-Liga im Kompetenz-Team, um die enge Kooperation zwischen ihr und dem Deutschen Eishockey-Bund zu demonstrieren. Am Donnerstag flog Fliegauf nach Schweden und bleibt dort voraussichtlich bis Mittwoch. Dann löst ihn Berlins Manager Peter John Lee ab.

Auf einen 4:1-Sieg der Deutschen gegen Italien tippt der EHC-Sportdirektor. Die Italiener seien aber das einzige Team aus der deutschen Achter-Vorrunden-Gruppe, das leistungsmäßig abfalle. „Es wird kein leichter Gang ins Viertelfinale“, fürchtet er. Co-Gastgeber Schweden, Russland und Tschechien sieht er als gesetzt unter den Top 4 der Gruppe. Die DEB-Auswahl hält er für den heißesten Anwärter auf Rang 4, der ebenfalls zum Weiterkommen berechtigt und die direkte Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2014 bedeuten würde.

Daran wollen drei Wolfsburger Profis mitarbeiten. Die Stürmer Kai Hospelt und Sebastian Furchner sowie Verteidiger Christopher Fischer stehen im 25er-WM-Aufgebot und dürften zum Auftakt auch alle zum Einsatz kommen. In unterschiedlichen Rollen, wie Fliegauf erklärt. „Kai wird viel Verantwortung übertragen bekommen. Sebastian soll Energie ins Spiel bringen und Löcher reißen. Und von Christopher erwartet der Bundestrainer sicher, dass er im Powerplay Akzente setzt.“ Hospelt muss aber das Kapitänsamt NHL-Profi Marcel Goc (Florida Panthers) überlassen, der am Mittwochabend erst zum Team gestoßen war.

Sieben Spiele in zwölf Tagen liegen vor den Deutschen. Zu den genannten Gruppengegnern kommen Dänemark, Lettland und Norwegen hinzu. Die andere, in Helsinki spielende Vorrunden-Staffel besteht aus Finnland, Kanada, USA, Schweiz, Slowakei, Weißrussland, Kasachstan und Frankreich. Die beiden zuletzt aufgeführten Teams zählt Fliegauf zu den Abstiegskandidaten. Der jeweils Gruppenletzte steigt aus der höchsten Weltgruppe ab.

Und wer sind die Topfavoriten auf den Titel? „Schweden und Finnland haben dank ihres Heimvorteils gute Chancen. Aber auch Kanada, USA, Russland und Tschechien gehören zu den üblichen Verdächtigen. Bei den Top-Nationen hängt vieles auch davon ab, welche Stars noch aus der NHL zum Kader stoßen.“

Spiele am Freitag: Deutschland – Italien (12.15 Uhr, live auf Sport 1), USA – Frankreich, Kanada – Slowakei, Tschechien – Dänemark, Weißrussland – Finnland, Schweden – Norwegen.

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